Bauernverband will Biberpopulation reduzieren

Ansbach - Für die Biber in Mittelfranken könnte es unbequem werden: Der Bayerische Bauernverband (BBV) will den Biberbestand deutlich reduziert sehen.

Das Maß des Erträglichen sei überschritten, teilte der BBV Mittelfranken am Freitag in Ansbach mit. Mit einer Unterschriftenaktion will der Verband seiner Forderung Nachdruck verleihen.

Ziel der Aktion sei es, die ungebremste Ausbreitung des Bibers in Mittelfranken zu stoppen und in ein ökonomisch vernünftiges Verhältnis zu bringen, erläuterte der BBV. Schätzungen zufolge hat sich die Zahl der Tiere in Bayern innerhalb von acht Jahren auf 14 000 verdoppelt. Die Schäden betreffen Äcker, Fischteiche, Wege und sonstige Einrichtungen. Der BBV warnt vor einer “schleichenden Enteignung und Entwertung des Eigentums“.

Das Biberproblem hat auch die Landespolitik erreicht. Vor einem Monat stockte Umweltminister Markus Söder (CSU) den Fonds für Biberschäden um 100 000 auf rund 350 000 Euro auf. Der schwäbische CSU-Abgeordnete Reinhard Pachner beklagte damals eine regelrechte “Biberplage“. Eine richtige Lösung gebe es jedoch nicht. Pachner forderte: “Alles, was volkswirtschaftliche Schäden anrichtet, muss dezimiert werden.“

“Die Jagd bringt zur Lösung von Konflikten nichts“, betonte hingegen der Biberberater für Südbayern vom Bund Naturschutz (BN), Gerhard Schwab. Bislang werden Biber in Bayern nicht gejagt, weil sie ganzjährig unter Schutz stehen. Verbotenerweise werden nach Schwabs Angaben dennoch etwa 700 Biber im Jahr getötet, weil sei Schäden anrichten.

dpa

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