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Lage auf dem Jobmarkt

Arbeitslosenquote in Bayern auf Rekord-Tief

Nürnberg - Im Freistaat gibt es so wenige Arbeitslose wie noch nie. Laut einer aktuellen Statistik lag sie 2016 im Schnitt bei unter vier Prozent.

Die Arbeitslosenquote war vergangenes Jahr in Bayern im Schnitt so niedrig wie noch nie. Sie lag bei 3,5 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das sei die niedrigste Quote seit Erhebung der Zahlen im Jahr 1994. Die Zahl der Jobsucher lag im Jahresdurchschnitt bei rund 250 600. Das waren mit etwa 5900 2,3 Prozent weniger als 2015. Gleichzeitig wurde mit 5,3 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ein neuer Höchststand erreicht.

Und die Unternehmen suchten weiter viele neue Mitarbeiter: Im Schnitt waren fast 104 000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet. „Der bayerische Arbeitsmarkt erwies sich im Jahr 2016 als robust und aufnahmefähig“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. Und alle Indikatoren sprächen dafür, „dass wir topfit in das Jahr 2017 starten“.

In der Oberpfalz ist die Quote am höchsten

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank im Vergleich zu 2015 um 5,8 Prozent. Durchschnittlich 62 000 Männer und Frauen waren damit länger als ein Jahr ohne Arbeit. „Damit hat Bayern erneut den niedrigsten Anteil an langzeitarbeitslosen Menschen aller Bundesländer“, sagte Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU).

Bei den Regierungsbezirken blieb die Oberpfalz mit einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich 3,2 Prozent an der Spitze. An letzter Stelle lag Mittelfranken mit einer Quote von 4,3 Prozent.

Flüchtlinge machen sich noch nicht in der Statistik bemerkbar

Während die Zahl der arbeitslosen Deutschen im Jahresschnitt um sieben Prozent auf knapp 181 000 sank, stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer auf fast 70 000 - der höchste Wert seit zehn Jahren. Mehr als jeder vierte Arbeitslose in Bayern besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Zahl der arbeitssuchenden Flüchtlinge ist von Juni bis Dezember um rund 24 Prozent auf knapp 48 500 Menschen gestiegen. Da der Großteil der Flüchtlinge derzeit gefördert wird - also beispielsweise einen Sprachkurs besucht - gelten sie noch nicht als arbeitslos.

Zum Stichtag Ende Juni 2016 hatten etwa 21 000 Menschen aus Asylherkunftsländern in Bayern einen regulären Job. Etwa die Hälfte hatte Jobs auf Helferniveau (rund 10 000). Die andere Hälfte arbeitete als Fachkraft, Spezialist oder Experte (etwa 11 000).

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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