900 bayerische Kühe für Aserbaidschan

Baku/München - Das bayerische Fleckvieh stößt ans Kaspische Meer vor: Die vorderasiatische Republik Aserbaidschan will 900 Rinder importieren - sie werden zum neuen Exportschlager.

Die Aserbaidschaner wollen mit den Tieren aus dem Freistaat die Produktivität ihrer Landwirtschaft erhöhen. “Das bayerische Fleckvieh ist eine besonders robuste und leistungsfähige Rasse“, erklärte dazu Europaministerin Emilia Müller (CSU).

In den vergangenen Jahren hat die Staatsregierung mehrere Exporterfolge mit dem Fleckvieh eingefahren: Auch Russland hat die Rinderrasse angekauft. Fleckvieh-Züchter gibt es inzwischen weltweit.

Chancen für bayerische Firmen

Außerdem will die Staatsregierung beim Aufbau einer Tierdatenbank nach bayerischem Vorbild helfen. Die Staatsregierung hofft zudem auf den Bau der geplanten Nabucco-Pipeline von der Türkei nach Österreich, die die Abhängigkeit Westeuropas von russischem Gas vermindern soll. Für bayerische Firmen bieten sich in dem muslimischen Land mit seinen acht Millionen Einwohnern nach Müllers Einschätzung gute Möglichkeiten, etwa in der Umwelttechnik.

Trinkwasserversorgung für 800.000 Menschen

So handelte Müller in der Hauptstadt Baku aus, dass sich bayerische Unternehmen an den Ausschreibungen für zwei Großprojekte beteiligen sollen. Es geht um den Bau von Kläranlagen für 5000 Dörfer und den Aufbau einer sauberen Trinkwasserversorgung für etwa 800.000 Menschen.

Interessiert ist die Regierung in Baku nach Müllers Angaben auch an bayerischem Know-How in der Beseitigung von Altlasten. Die Küste des Kaspischen Meers ist heute noch mit Altlasten aus der Öl- und Gasproduktion verschmutzt.

dpa

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