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Klaus Heuberger, Geschäftsführer der Landesgartenschau, hat große Pläne für die Landesgartenschau 2018 in Würzburg.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Landesgartenschau: Militärgelände wird riesiger Park

Würzburg - Die Zeit läuft: Die Landesgartenschau 2018 rückt näher. In Würzburg laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Es ist Großes geplant.

Würzburg hat den Zuschlag für die Landesgartenschau 2018 bekommen und sich dafür einiges vorgenommen: Am Rande der Stadt soll ein neues Stadtviertel mit einem großen Park entstehen. Er wird das Herzstück des neuen Quartiers für bis zu 4000 Einwohner. Doch vorher wird er der Dreh- und Angelpunkt für die Landesgartenschau in Würzburg.

Noch reißen Bauarbeiter auf dem insgesamt fast 140 Hektar großen, ehemaligen Militär-Gelände alte Gebäude ab und bauen Straßen zurück. Auch nach Bomben-Blindgängern wurde vorsichtshalber gesucht. Bis zum Sommer werden sie Leitungen und Kabel und Kanäle für Strom, Wasser, Abwasser und Fernwärme verlegen. Dann sollen etwa 30 Hektar davon - das ist eine Fläche von etwa 40 Fußballfeldern - der Landesgartenschau GmbH übergeben werden.

Einer der beiden Geschäftsführer ist Klaus Heuberger. Seit fast zwei Jahren ist er mit den Planungen befasst. Bayerische Landesgartenschauen fordern von den Bewerbern eine gewisse Stadtentwicklung. Vor fast fünf Jahren hat die Residenzstadt den Zuschlag bekommen. Sie hat für die Entwicklung und Umsetzung ihrer Pläne also gerade einmal acht Jahre Zeit. „Normalerweise dauert so ein Prozess Jahrzehnte. Nun aber muss die Entwicklung rasend schnell vorangetrieben werden. Der Zeitplan ist wirklich hart“, sagt der 51-Jährige. Aber die Gesellschaft mit ihren derzeit fünf Mitarbeitern liege noch voll im Plan.

Im Sommer werde sie mit den Bauarbeiten beginnen. „Wir werden uns von außen nach innen in das Gelände vorarbeiten. Insgesamt hat die Stadt 18 Millionen Euro für die Realisierung des 21 Hektar großen, dauerhaften Landschaftsparks eingeplant. „Kinderspielplätze, Senioren-Fitness, Picknickplätze, Sportanlagen, Wasserbecken und vieles mehr - dieser Park soll einzigartig sein für Würzburg“, sagt Heuberger.

Gleichzeitig gehen von dem künftigen Gartenschaugelände im Würzburger Niemandsland aber auch Impulse für andere Bereiche aus. „Nachbargemeinden planen zum Beispiel bessere Verbindungen in die Stadt. Auch der Hauptbahnhof soll bis dahin weitgehend saniert und umgebaut sein.“

Zu den geplanten Inhalten der Landesgartenschau will Heuberger aber noch nicht viel verraten. „Wir bewegen uns da zwar für die Würzburger im Niemandsland. Nichtsdestotrotz hat das Gelände natürlich eine Geschichte. Das ist eine 50- bis 60-jährige amerikanische Geschichte und eine militärische Geschichte, die bis ins Kaiserreich geht. Das ist aber auch eine Geschichte des Fliegens. Und das werden wir zur Landesgartenschau auch erzählen.“

dpa

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