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Problemfall: eine BOB bei Osterhofen.

Ausstattung, Sauberkeit und Personal

Die BOB auf der Qualitäts-Rangliste - das Sorgenkind der Regionalbahnen

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Bei einem Qualitätsranking schneiden Regionalbahnen aus Südbayern nur mittelprächtig ab. Vor allem die Oberlandbahn erweist sich einmal mehr als Sorgenkind. 

München – Bayerische Regionalzüge waren 2018 im Schnitt sauber und informierten ihre Fahrgäste ganz passabel. Zu diesem Ergebnis kommt das Qualitäts-Jahresranking der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die dem Verkehrsministerium untersteht. Bewertet wurden dabei zum Beispiel Fahrgastinformationen im Zug, Ausstattung der Züge und Sauberkeit.

„Noch Luft nach oben“ bei den bayerischen Regionalzügen 

Im Schnitt wurde der bisher beste Wert aus dem Jahr 2017 nicht ganz erreicht. Es sei also „noch Luft nach oben“, wie es BEG-Sprecher Wolfgang Oeser formulierte.

Den Spitzenplatz erreichte wie schon im Vorjahr die Regionalbahngesellschaft Agilis-Nord, die rund um Regensburg unterwegs ist. Dahinter rangiert die kleine Waldbahn (Länderbahn GmbH), die Stationen im Bayerischen Wald ansteuert. Auf Platz 3 landete der sogenannte Kissinger Stern, hinter der die Erfurter Bahn GmbH steht.

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Oberlandbahn (BOB) bleibt das Sorgenkind

In Südbayern am besten schnitt die Werdenfelsbahn ab, die zwischen München und Garmisch-Partenkirchen fährt. Sie verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz auf Rang sechs bei insgesamt 29 gewerteten Regionalbahnnetzen. Die Sauberkeit der Züge – innen und außen – sei besser geworden, urteilten die BEG-Prüfer. Auch das Zugpersonal erhielt gute Noten. Die Bayerische Regiobahn (Schongau-Augsburg-Ingolstadt) rangiert knapp dahinter auf Platz acht. Ebenfalls zur Dachgesellschaft Bayerische Oberlandbahn gehört der Meridian (Platz neun).

Die eigentliche Oberlandbahn (BOB) erweist sich erneut als das Sorgenkind des Konzerns – sie blieb wie im Vorjahr auf dem bescheidenen 20. Platz. „Deutlichen Verbesserungsbedarf“ gebe es bei der Sauberkeit am Einstieg, bei den Fahrgastinformationen an den Zugzielanzeigen, aber auch bei Toiletten-Sauberkeit und der Klimatisierung. Das ergaben auch Kundenbefragungen. Der katastrophale Januar, als die BOB tagelang überhaupt nicht fuhr, ist in der Jahresstatistik logischerweise nicht enthalten, dürfte aber kaum dafür sorgen, dass die BOB im nächsten Ranking besser abschneidet.

Pünktlichkeit war kein Bewertungskriterium 

Kein Kriterium für die Erstellung der Rangliste war die Pünktlichkeit. Auch S-Bahn-Netze wurden nicht gewertet. Schlusslichter des Rankings wurden übrigens vier Regionalgesellschaften der Deutschen Bahn: Dieselnetz Allgäu, Dieselnetz Ulm, Regio Allgäu-Schwaben und Regio Franken.

Davor ist auf Platz 25 der „Alex“ (Lindau-München-Hof), der „unter den Erwartungen“ der BEG blieb. 

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dw

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