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Bayerische Studie: so gefährlich sind legale Drogen

München - Legale Drogen wie Alkohol und Tabak verursachen in Bayern fünfmal mehr Krankenhausaufenthalte wegen psychischer Störungen als illegale Drogen. Was eine Studie sonst noch aussagt:

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung am Freitag mit Blick auf den Weltdrogentag am Sonntag berichtet, war im Jahr 2009 bei 83 Prozent der knapp 63.000 stationären Behandlungen die Einnahme legaler Drogen Ursache der Klinikbehandlung. Zu mehr als zwei Dritteln (69 Prozent) waren bei diesen insgesamt rund 52.000 Patienten Männer betroffen. Bei 10.700 Fällen waren illegale Drogen wie Heroin, Kokain, Opium und Cannabis die Ursache eines stationären Krankenhausaufenthalts wegen psychischer und Verhaltensstörungen. Dazu zählen auch Entziehungskuren.

Die Vereinten Nationen haben 1987 den 26. Juni zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch erklärt, um ihrer Entschlossenheit im Kampf für eine drogenfreie Gesellschaft Ausdruck zu verleihen. Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) nahm das Datum am Freitag zum Anlass, erneut eine gesetzliche Regelung gegen den Drogenmissbrauch im Sport zu fordern. Es dürfe nicht nur um Drogenmissbrauch von Substanzen wie Heroin und LSD gehen, sagte Merk nach Ministeriumsangaben. “Auch viele Dopingmittel können der Gesundheit erheblich schaden.“ Es seien nicht mehr nur Spitzensportler, die ihre Leistungsfähigkeit künstlich steigern wollten, “sondern es wird zunehmend auch in Sportvereinen und Fitnessstudios gedopt“.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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