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Die bayerischen Unis haben nicht genug finanzielle Mittel. 

Weniger Geld, dafür mehr Studenten

Fundraising und Stipendien: Bayerische Unis suchen nach Spendern

München - Bayerischen Universitäten reichen die finanziellen Mittel, die der Freistaat zu Verfügung stellt, nicht: Über verschiedene Wege versuchen sie, an Gelder zu kommen.  

Weniger Geld, dafür mehr Studenten: An den Universitäten in Bayern sind die finanziellen Mittel meist knapp. Und zwar nicht erst seit es keine allgemeinen Studiengebühren mehr gibt. Was tun die Hochschulen dagegen? Beliebt ist vor allem das sogenannte Fundraising, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Universitäten im Freistaat ergeben hat.

„Unternehmerische Universität, die sich nicht nur auf den Staat verlässt“

Fundraising ist die Mittel- oder Kapitalbeschaffung - in diesem Fall- der Hochschulen für ihre Projekte. Entweder durch Privatleute oder Unternehmen. Ziel dabei ist eine schnellere und flexiblere Verwirklichung von Projekten, zum Beispiel die Förderung von Studenten und Nachwuchswissenschaftlern. Diesen Weg gehen unter anderem die Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen und die Technische Universität München (TUM).

„Wir sehen uns als eine unternehmerische Universität, die sich nicht nur auf den Staat verlässt“, sagt ein TUM-Sprecher. Die Uni habe deshalb ein Referat für Fundraising eingerichtet. An der 2010 gegründeten Universitätsstiftung hatten sich nach TUM-Angaben mittlerweile mehr als 100 Mäzene und Unternehmen mit insgesamt 34 Millionen Euro als Stifter beteiligt.

Mit  „Deutschlandstipendium“ unterstützen

Die Präsidentin der Uni Passau, Carola Jungwirth, sieht die Universitätsstädte in der Pflicht. „Wir sind bestrebt, auch Bürgerinnen und Bürger als Mäzene zu gewinnen, beispielsweise indem sie sich an Deutschlandstipendien für Studierende beteiligen“, sagt sie. Mit dem „Deutschlandstipendium“ sollen Bürger und Unternehmen Studenten mit kleinen Summen unterstützen. Derzeit gibt es in Passau knapp 50 solcher Stipendien.

Haben größere Unis im Werben um Mäzene einen Vorteil? „Ja“ - wenn es nach Tanja Eisenach, Sprecherin der Uni Bamberg, geht. „Die Chancen, einen Mäzen beziehungsweise eine Mäzenin zu finden, ist für eine mittelgroße Universität wenig aussichtsreich“, sagt sie. Konkurrenz von der Ludwig-Maxilians-Universität müssen die anderen Hochschulen im Rennen um Geldgeber indes nicht befürchten. Die Suche nach einem Mäzen sei „kein Thema“, sagte eine Sprecherin der LMU.

dpa

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