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Jeder dritte Vater in Bayern geht in Elternzeit.

Bayerische Väter nehmen Elterngeld oft in Anspruch

München - Im Freistaat entscheiden sich viele Väter für das Elterngeld - jeder Dritte ist es laut Statistischem Bundesamt schon. Damit haben bayerische Väter deutschlandweit fast die Nase vorn.

Elterngeld ist bei bayerischen Vätern besonders beliebt. Das geht aus einer am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor. Danach ging im Freistaat fast jeder dritte Vater (32,3 Prozent), dessen Kind im zweiten Quartal 2010 geboren wurde, in Elternzeit und bezog dabei die staatliche Leistung.

Das ist bundesweit der zweithöchste Wert - nur in Sachsen ist er mit 32,8 Prozent noch höher. Der Bundesschnitt liegt bei 25,4 Prozent. Seit der Einführung des Lohnersatzes im Jahr 2007 ist diese Zahl in Bayern - ebenso wie bundesweit - kontinuierlich gestiegen.

Im Freistaat kümmern sich Paare oft gemeinsam um den Nachwuchs

Vergleichsweise hoch ist der Männeranteil auch in Berlin (31,1 Prozent), während in Bremen lediglich 16,9 Prozent der Väter Elterngeld bezogen. Erstmals untersuchten die Statistiker auch, ob die Kinder gemeinsam betreut werden. Sie fanden heraus, dass im Freistaat knapp 70 Prozent der Paare die Leistung zumindest zeitweise gemeinsam in Anspruch nahmen - das ist deutschlandweit der höchste Wert. Im Bundesdurchschnitt waren es rund 61 Prozent der Paare.

“Familienväter sind auf dem Vormarsch“, sagte Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Bayerische Väter begriffen glücklicherweise immer mehr, wie wichtig sie für die gute Entwicklung ihrer Kinder sind. Sie wollten das Leben ihres Sprösslings selbst prägen - “möglichst von Anfang an und zwar im Alltag und nicht nur am Wochenende oder bei besonderen Gelegenheiten - je mehr, desto besser“. Schon ein kurzer Anteil an der Elternzeit wirke Wunder. “Damit ist in jedem Fall eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Vater-Kind-Beziehung gelegt“, erklärte Haderthauer.

dpa

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