Kein Witz: Berliner Flughafen BER soll im Oktober 2020 in Betrieb gehen

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Guido Gehrmann wurde mit 23 Jahren Weltmeister im Drachenfliegen. Schon damals mit dabei: Sponsor Red Bull.

Guido Gehrmann gestorben

Bayerischer Red-Bull-Pilot stürzt in den Tod

Innsbruck/München – Bei einem Flugzeug-Absturz am Mittwochnachmittag ist der bekannte Red Bull Stuntpilot Guido Gehrmann ums Leben gekommen.

Der Absturz ereignete sich in Baumkirchen im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol. Alle Versuche, eine Notlandung einzuleiten, waren vergeblich.

Zu dem Unglück war es auf dem Rückweg von einer Flugshow des Getränkeherstellers Red Bull gekommen, bei dem Gehrmann als Profi-Pilot tätig war. Der 38-Jährige war Teil eines privaten Kunstflugteams, den „Flying Bulls“ des Red Bull-Gründers Dietrich Mateschitz. Wie der österreichische „Kurier“ berichtet, flog Gehrmann zudem als Privatpilot für Mateschitz. Er war auch hauptberuflich Pilot für die Lufthansa in München. In einer Veröffentlichung auf der Internetseite des Flugteams heißt es, dass Triebwerksprobleme an dem Flugzeug ursächlich für den Absturz gewesen seien. Die genaue Ursache der technischen Probleme ist indes noch nicht bekannt. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gehrmann kam gegen 16 Uhr gerade von einer Kunstflugveranstaltung im Zillertal, als er über seinen Bordfunk technische Probleme meldete. Fluglotsen versuchten daraufhin, ihn zum Flughafen Innsbruck umzuleiten, wo er notlanden sollte. Auch die nahe gelegene Inntalautobahn (A12) wurde für den Verkehr gesperrt, um dem Piloten dort eine Notlandung zu ermöglichen. Doch sämtliche Versuche missglückten, die Maschine krachte in einen Hang unweit eines Wohnhauses und zerschellte.

Anrainerin Waltraud K. hat den Absturz, der sich genau vor ihrem Haus ereignete, miterlebt. Just in diesem Moment habe sie auf ihrem Balkon gesessen. „Er ist erst in Richtung Westen geflogen. Doch plötzlich hat er eine scharfe Kurve gemacht und flog nach Norden“, sagte K. gegenüber dem Online-Portal der Tageszeitung „Österreich“. Sie habe große Angst davor gehabt, dass die Maschine in ihr Haus stürzt. Der Absturz selbst sei schrecklich gewesen. „Überall war Kerosin. Eine regelrechte Kerosinspur. Und dann habe ich auch die Leiche gesehen. Sie hing regelrecht aus der völlig zerstörten Maschine raus. Es war ein fürchterlicher Anblick“, berichtet die Anrainerin.

Red Bull nahm die Nachricht von Gehrmanns Tod „mit tiefer Trauer und Betroffenheit“ auf. „Guido war über viele Jahre bei den Flying Bulls nicht nur als exzellenter Pilot hoch respektiert, sondern vor allem als großartige Persönlichkeit. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten in diesen Stunden seiner Familie und seinen vielen Freunden“, heißt es in der Stellungnahme des Unternehmens weiter.

Das Kleinflugzeug des Typs „Bede BD-5J“-Micro-Jet war auch im Flugzeugmuseum Hangar- 7 des Flughafens Salzburg zu sehen. Außerdem kam ein Modell im James-Bond Film „Octopussy“ aus dem Jahr 1983 vor.

Der Flugbegeisterte galt laut Medienberichten als überaus erfahrener Pilot. So war er im Besitz gleich mehrerer Fluglizenzen. Bereits als 17-Jähriger machte er einen Helicopter-Schein und war damit Deutschlands jüngster Hubschrauberpilot. 1998, im Alter von nur 23 Jahren, wurde er jüngster Weltmeister im Drachenfliegen. Als Pilot konnte Gehrmann viele tausend Flugstunden mit Motorflugzeugen und Jets, in Helicoptern, Ultraleicht-Fliegern sowie in Paraglidern vorweisen. Doch auch die Routine konnte den Absturz nicht verhindern.

Andreas Huber

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