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Das Frühaufdreher-Team von Bayern3: Philipp Kleininger, Sebastian Winkler und Steffi Fischer (v.l.)

Sender dreht durch

Bayern 3 ändert vorübergehend das Programm radikal - Die Hörer-Reaktionen sind einhellig

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Der Radiosender Bayern 3 hat am Montag sein Programm radikal geändert - ein Song ließ besonders viele durchdrehen.

Unser Artikel vom 1. April 2019:

München - „Bayern 3 dreht durch.“ So lautet das Motto beim Radio-Sender. Heißt: Die Musikgestaltung ist völlig anders. Statt dem Mix aus Charts und Pop-Tralala dürfen die Hörer die Songs bestimmen. Und die Ansage ist klar: Jeder darf sich alles wünschen, und es wird gespielt.

So schallte am Morgen etwa schon über „Wie schön, dass du geboren bist“ (Rolf Zuckowski) über den Äther, ebenso „Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung“ (James Last) und der Ballermann-Gassenhauer „Helikopter 117 (Mach' den Hub Hub Hub)“ von Tobee.

Aber bleibt das jetzt dauerhaft so? Nein, es handelt sich um einen Aktionstag, der immer mal wieder auf dem Sender stattfindet. Bei vielen Hörern scheint diese Offenheit aber überraschende musikalische Begehrlichkeiten zu wecken. Der „Helikopter 117“-Song etwa zählt auch zu den meistgewünschten Songs, wie die Musikredaktion auf Anfrage mitteilt.

„Bayern 3 dreht durch“: Drei Songs besonders häufig gewünscht

 „Prinzipiell versuchen wir, wirklich alle Wünsche zu erfüllen. Der Tag hat aber nur 24 Stunden. Aktuell bekommen wir nur über unseren Studioaccount (Mail) mehrere hundert Mails pro Stunde. Bei den meistgewünschten Songs ist es schwer, die Übersicht zu behalten, da wir uns auf allen Kanälen (Onlineformular auf bayern3.de, Mail, Whatsapp, Facebook, Instagram, Studiohotline) nicht mehr retten können vor Wünschen.“

Drei Titel seien oft dabei - eben jenes „Helikopter 117 (Mach' den Hub Hub Hub)“, dazu der Volksmusik-Song „Böhmischer Traum“. Auch unter den drei aufgezählten, besonders oft gewünschten Songs, befinde sich der „Gummibärenbande“-Titelsong. Ein Stück, das nicht gerade oft im Radio läuft und so manchen nostalgisch werden lassen dürfte.

Bayern 3 setzt bei Wünschen nur wenige Grenzen

„Musikalisch gibt es natürlich keine Grenzen“, so die Bayern-3-Redaktion. „Was wir aber nicht spielen, sind Titel mit hetzerischen, gewaltverherrlichenden oder menschenverachtenden Inhalten.“ Der Sender beschreibt den Tag als „wilden Mix quer durch alle Genres von Volksmusik, über Techno bis Comedy“.

Dazu zählte am Montagmorgen auch „Last Christmas“ von Wham!. „7.11 Uhr und es läuft Last Christmas. Grandios“, schreibt eine Hörerin bei Facebook - es ist der Kommentar mit den meisten Likes unter der Aktion (Stand 11.50 Uhr), davon kein einziger „Wütend“-Emoji. Ein Weihnachtssong im April lässt alle durchdrehen.

„Hab grad das Radio eingeschaltet und mich gefragt was das denn ist“, gesteht eine Facebook-Nutzerin. Die Hörer zeigen sich auf Facebook fast alle begeistert. „Es ist einfach geil, nicht immer denselben Mist im Radio zu hören“, heißt es da. Und: „Saugeil heute. Ich liebe diese Tage... so was sollte es einmal im Monat geben.“ Eine Anhängerin schreibt: „Ich brauch heute ne Krankmeldung von Bayern3. Ich will heute nur Radio hören.“

Bayern 3 zählt laut tz.de* zu den beliebtesten Sendern im Freistaat, liegt aber nicht ganz vorn, in der neuesten Statistik gab es nur einen minimalen Zuwachs.

Star-Moderator zofft sich live mit seinem Kollegen - und wirft dann hin

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lin

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