Bayern: Atomland Nummer eins

München - Bayern ist das Atomland Nummer eins in Deutschland. Im Freistaat stehen mit fünf Blöcken die meisten in der Bundesrepublik. Die Atommeiler im Einzelnen:

Sowohl das leistungsstärkste deutsche Atomkraftwerk - die beiden Blöcke Gundremmingen B und C -, als auch der leistungsstärkste Reaktor - Isar II - sind in Bayern. Etwa 60 Prozent des bayerischen Stroms werden in Kernkraftwerken produziert - eine Folge der von der CSU seit den 1950er-Jahren verfolgten Energiepolitik. Im deutschen Durchschnitt liegt der Atomstromanteil an der Stromproduktion bei etwa einem Viertel.

Auf der anderen Seite hat Bayern auch die beste CO2-Bilanz aller Bundesländer, weil im Freistaat nur wenige Kohlekraftwerke stehen.

Vier Atomkraftwerke in Bayern wurden bereits wieder stillgelegt und abgerissen. Bayern war auch das erste Bundesland, in dem ein kommerzielles Kernkraftwerk nach einem schweren Störfall 1977 vom Netz genommen und stillgelegt wurde - Gundremmingen A. Quelle ist die Internationale Atomenergiebehörde IAEA. Forschungsreaktoren sind hier nicht aufgeführt.

Kraftwerk nach Nettoleistung, Inbetriebnahme und Typ

  • Isar II 1410 MW 1988 Druckwasserreaktor
  • Gundremmingen B 1288 MW 1984 Siedewasserreaktor
  • Gundremmingen C 1284 MW 1984 Siedewasserreaktor
  • Grafenrheinfeld 1275 MW 1981 Druckwasserreaktor
  • Isar I 878 MW 1977 Siedewasserreaktor

Außer Betrieb und rückgebaut

  • Gundremmingen A 237 MW 1966-1977 Siedewasserreaktor
  • Kahl 15 MW 1960-1985 Siedewasserreaktor (Versuchsanlage)
  • Großwelzheim 25 MW 1969-1971 Heißdampfreaktor (Versuchsanlage)
  • Niederaichbach 100 MW 1973-1974 Druckröhrenreaktor (Versuchsanlage)

Rubriklistenbild: © dpa

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