Ein LKW rammte eine Schilderbrücke auf der Autobahn A8.
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Schlaflose Nacht für Feuerwehr und Polizei

LKW kracht gegen Brücke: Schneemassen sorgen für Unfälle und Verletzte in Bayern - dramatische Details

  • Christoph Gschoßmann
    vonChristoph Gschoßmann
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Schnee in Bayern: Das bedeutet nicht selten Chaos auf den Straßen. So auch dieses Mal - am Montag kam es auf den Autobahnen zu zahlreichen Unfällen.

München – Als die Helfer der Geiselbullacher Feuerwehr am späten Sonntagabend zu einem Einsatz am Dreieck Eschenried auf der Autobahn 8 gerufen wurden, bot sich den Rettern ein Bild der Verwüstung. Auf schneeglatter Fahrbahn war ein Sattelschlepper ins Rutschen gekommen und mit voller Wucht gegen eine massive Schilderbrücke gekracht. Die Fahrerkabine war völlig demoliert, der Lkw-Fahrer eingeklemmt. Er musste mit schwerem Gerät befreit werden, ehe er schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Die Autobahnen 8 und 99 mussten bis in die Morgenstunden gesperrt bleiben.

Schnee in Bayern: Polizei Fürstenfeldbruck registriert 17 Unfälle in 24 Stunden

Der Neuschnee und die glatten Fahrbahnen haben in der Nacht zum Montag zu einer ganzen Reihe von Verkehrsbehinderungen und Unfällen in Oberbayern gesorgt. Allein die Polizei in Fürstenfeldbruck registrierte insgesamt 17 Unfälle innerhalb von 24 Stunden. Schwerpunkt war die A8. Schon vor dem Unfall mit dem Sattelzug hatte es in dem Bereich mehrfach gekracht. Eine Fahrerin hatte auf der matschigen Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen verloren und schleuderte über die Spuren. Ein herannahender Fahrer konnte nicht ausweichen und kollidierte mit dem Wagen der Frau. Beide wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Auf einer Bundesstraße in der Gemeinde Hohenkammer (Landkreis Freising) kam nach Polizeiangaben vom Montag ein 36 Jahre alter Autofahrer in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Er kam am Samstag verletzt ins Krankenhaus. Auf der A92 kam der Verkehr am Montagmorgen auf Höhe der Anschlussstelle Erding zum Erliegen. Ein Auto war einem Sattelzug ins Heck gekracht, im Stau dahinter kollidierten zwei weitere Fahrzeuge. Zwei Personen wurden verletzt.

Hohenaltheim: 24-Jährige stürzt in drei Meter tiefen Straßengraben

Im schwäbischen Hohenaltheim (Landkreis Donau-Ries) stürzte eine 24-Jährige mit ihrem Auto von einer schneeglatten Kreisstraße in einen etwa drei Meter tiefen Straßengraben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Dabei erlitt die Fahrerin am Sonntag mehrere Prellungen sowie ein Halswirbelsäulenschleudertrauma. Sie musste ebenfalls in eine Klinik gebracht werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete für Bayern in der Nacht auf Dienstag weitere Schneefälle von Nordwesten her. „Ab dem späten Vormittag gehen diese dann in Regen über“, prognostiziert ein DWD-Sprecher. Dies könne ab Dienstagnachmittag erneut zu überfrierender Nässe und Glatteis führen, vor allem an der Donau, den östlichen Mittelgebirgen und dem Bayerischen Wald. Ansonsten rechnen die Meteorologen am Dienstag mit etwas milderen Temperaturen. In Mainfranken könnten diese auf bis zu plus sechs Grad steigen. Am kältesten werde es mit bis zu minus acht Grad in den Alpen. tog/ham/lby

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