Eine aufmerksame Neunjährige verhinderte an einem bayerischen Baggersee eine Tragödie.
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Eine aufmerksame Neunjährige verhinderte an einem bayerischen Baggersee eine Tragödie. (Symbolbild)

Im Landkreis Donau-Ries

Neunjährige rettet zwei Männern an bayerischem See das Leben - „Stilles Ertrinken“ nur schwer zu erkennen

  • Tanja Kipke
    VonTanja Kipke
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Zwei Männer drohten in einem bayerischen Baggersee zu ertrinken. Eine Neunjährige erkannte als einzige den Ernst der Situation - und reagierte.

Asbach-Bäumenheim - Immer wieder kommt es in Bayern zu Badeunfällen. In einem Baggersee bei Hamlar im Landkreis Donau-Ries* drohten zwei Männer am Sonntagnachmittag zu ertrinken. Die neunjährige Johanna hatte beim Spielen mit ihrem Bruder als einzige bemerkt, dass da etwas nicht stimmt. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet sei die Schülerin selbst ein aktives Mitglied der Wasserwacht Bäumenheim. So hatte sie schon erste Grundkenntnisse des Rettungsschwimmens. Als sie die akute Notlage der Männer bemerkte, alarmierte sie sofort die Rettungskräfte der Wasserwacht - und rettete somit zwei Leben.

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Wegen aufmerksamer Neunjährigen: Wasserwacht kann zwei Männer vor dem Ertrinken retten

Nach Angaben des BR konnten die Rettungskräfte aufgrund des sehr stark aufgewühlten und trüben Wassers auf den ersten Blick nichts erkennen. Zwei Arme einer untergehenden Person hätten die Retter nach genauerem Hinsehen schließlich entdeckt. Die Einsatzkräfte retteten anschließend sogar noch einen zweiten Mann, der sich ebenfalls in Lebensgefahr befand.

Laut Wasserwacht hatte einer der beiden versucht, den anderen zu retten. Da die Männer keine guten Schwimmer waren, gingen sie beide unter. Die Männer seien noch bei Bewusstsein gewesen, einer der beiden kam zur Weiterversorgung in ein Krankenhaus.

„Stilles Ertrinken“ sei nur schwer zu Erkennen

Der Unfall ereignete sich nicht weit vom Steg entfernt. Dennoch ist niemandem aufgefallen, was für ein Unglück sich im Wasser abspielte. Michael Haller, Vorsitzender der Wasserwacht, erklärt dem BR das liege vor allem daran, dass viele Menschen in höchster Not nicht um Hilfe rufen können. Sie seien zu sehr mit dem Überlebenskampf beschäftigt.

Das „Stille Ertrinken“ sei von außen daher sehr schwer zu erkennen. Umso größer sei seine Hochachtung vor der aufmerksamen Neunjährigen, so Haller gegenüber dem BR. Als Dank erhielt die junge Heldin von der Notärztin einen Lolli. Außerdem spendierten die Eltern ihrer Tochter noch ein großes Eis. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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