Ausfälle „wären vermeidbar gewesen“

Riesen-Ärger wegen Pannen im Schneechaos: BOB beschwert sich beim Verkehrsminister

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Nach dem Chaos kommt der Ärger: Die Bayerische Oberlandbahn musste wegen des Schnees teilweise den Betrieb einstellen. Die Schuld dafür wird jetzt der DB Netz AG gegeben.

Holzkirchen/Berlin – Der private Bahnkonzern Transdev., zu dem die Bayerische Oberlandbahn (BOB) gehört, hat sich bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) beschwert. Grund der Klage sind die laut Transdev „anhaltenden Probleme im Störungsmanagement der DB Netz AG“. Die BOB sei gezwungen worden, den Betrieb einzustellen.

„Aus unserer Sicht wäre dies bei einer verantwortungsvollen Vorbereitung der DB Netz AG auf die angekündigten Schneefälle vermeidbar gewesen“, heißt es in dem Schreiben der Transdev-Vorstände Tobias Heinemann und Christian Schreyer, das vergangene Woche abgeschickt wurde und unserer Zeitung vorliegt. Die BOB habe bei ihren Kunden einen „erheblichen Imageverlust“ hinnehmen müssen.

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In dem Schreiben wird auch die nach Ansicht von Transdev mangelhafte Entschädigungsregelung angesprochen. DB Netz weigere sich, der BOB entstandene finanzielle Schäden auszugleichen. Diese müssten nun zivilgerichtlich mit hohem Aufwand durchgesetzt werden. „Wir möchten Sie daher bitten, die Initiative zu ergreifen, eindeutige und einfach zu handhabende Regelungen auf den Weg zu bringen.“

Unterdessen dauern die Probleme bei der BOB an: Auch heute wird es keinen Zugverkehr südlich von Holzkirchen geben, Mittwochfrüh ab 4 Uhr voraussichtlich aber schon. 

Lesen Sie auch bei Merkur.de:  Schlecht geräumt – BOB beschwert sich über DB Netz

Das große Schneeschaufeln: Helfer arbeiten im Schichtbetrieb

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