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Zwei Kinder (10 und 13) starben nach einem Traktorunfall im Allgäu

Polizei ermittelt

Verstorbene Kinder der Traktor-Tragödie in Balderschwang wurden nun beerdigt

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Zwei Kinder sind im Allgäu von einem Traktor überrollt und dabei getötet worden. Nun wurden sie unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beerdigt worden.

Update vom 19. Juli, 16.35 Uhr: Auch knapp eine Woche nach der Tragödie in Balderschwang, bei der zwei Kinder ums Leben kamen, kommt der Ort nicht zur Ruhe. Nun sind die toten Kinder im österreichischen Riefensberg beerdigt worden. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung hielt der katholische Bischof von Feldkirch in Voralberg, Benno Elbst, den Trauergottesdienst ab, wie Balderschwangs Pfarrer Richard Kocher der dpa sagte. 

Für diesen Samstagabend ist in Balderschwang eine Andacht für die Opfer geplant. An der Unglücksstelle legten Bewohner Kerzen und Blumen ab. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Ganzes Dorf ist nach der Traktor-Tragödie wie „gelähmt“: Unfallfahrer erst 13 Jahre alt 

Update vom 17. Juli 2019, 6.43 Uhr: Kinder brauchen nach einem fürchterlichen Ereignis wie dem tödlichen Traktorunfall in Balderschwang in erster Linie haltgebende Eltern, damit ihre Seele nicht dauerhaft Schaden nimmt. „Bei jüngeren Kindern ist die Kompetenz der Großen, an denen sich das Kind orientiert, entscheidend dafür, ob sich eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt oder nicht“, betonte der Psychologe Simon Finkeldei von der Aetas-Kinderstiftung in München. Eltern hätten für Kinder per se eine zentrale Orientierungsfunktion, und sie müssten jetzt Verbindung und Orientierung gewährleisten.

Update vom 16. Juli 2019, 13.45 Uhr: Bereits vor wenigen Tagen erklärte Bürgermeister Konrad Kienle, wie traumatisch der Unfall mit einem Traktor für das gesamte Dorf sei. Am Dienstag äußerte sich der CSU-Politiker erneut: „Seelisch geht es allen Beteiligten sehr schlecht.“ Die beiden überlebenden Kinder sowie die Familien der Opfer und einige Einsatzkräfte werden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Kommende Woche soll es einen Trauergottesdienst in der Gemeinde stattfinden. Der genaue Termin ist noch nicht bekannt. 

Update vom 16. Juli 2019: Die Tragödie mit zwei toten Kindern in Balderschwang ist noch immer nicht aufgeklärt, nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung. Gegen wen die Ermittlungen aufgenommen werden, ist noch unklar. Da der 13-jährige Traktorfahrer noch minderjährig ist, muss nun geprüft werden, ob es sich bei dem Unfallort um einen öffentlichen Weg handelt. 

Nach Angaben des Automobilclubs ADAC dürfen Menschen ohne Führerschein selbst auf einem Privatgelände nur dann mit einem Fahrzeug unterwegs sein, wenn das Gelände gegen den Zutritt Dritter gesichert und nicht „faktisch öffentlich“ ist, wie ein Sprecher erläuterte. Als gesichert gilt ein Gelände demzufolge dann, wenn es Zugangsbarrieren wie einen Zaun, ein Tor oder eine Schranke gibt. „Ein Supermarktparkplatz ohne Schranken und Umzäunung ist zwar Privatgelände, aber „faktisch öffentlich“, da er jederzeit von Dritten betreten beziehungsweise befahren werden kann“, teilte der ADAC mit.

Tragödie bei „gemütlichem Alptag“: Traktor überrollt zwei Kinder - Neue schreckliche Details 

11.38 Uhr: Nach dem tragischen Traktorunfall im Allgäu mit zwei toten Kindern prüft die Polizei, ob das Gefährt womöglich auf einem öffentlichen Waldweg gefahren ist. „Davon hängen die weiteren Ermittlungen ab“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West am Montag. 

Die Einschätzung des Balderschwanger Bürgermeisters Konrad Kienle, dass es sich um einen Privatweg handle, der nicht öffentlich sei, teile er nicht, sagte der Sprecher. „Das müssen die Ermittlungen noch zeigen.“ Kienle hatte am Wochenende gesagt: „Der Bub ist auf dem Privatweg der Alpe gefahren. Deswegen war die Spritztour des 13-Jährigen auch keineswegs illegal.“

Update 15. Juli 2019, 6.58 Uhr: Noch immer herrscht Ungewissheit über die genaue Unfallursache des Dramas im Allgäu. Zwei Kinder sind von einem Traktor überrollt und dabei getötet worden (10 und 13 Jahre alt). Der Fahrer ist ebenfalls erst 13 Jahre alt. Obwohl Traktoren normal erst ab 16 Jahren mit Führerschein gelenkt werden dürfen, darf auch ein Minderjähriger auf einem Privatgrundstück bereits damit fahren. Die Polizei ermittelt nun, der 13-jährige Fahrer gilt jedoch als strafunmündig. 

Wie Bild berichtet, soll die Mutter des bei dem Unfall getöteten Mädchens den Fahrer des Traktors jedoch noch am Unfallort in den Arm genommen haben. Mit den Worten „Dich trifft keine Schuld“ versuchte sie demnach das Kind zu beruhigen. Wie ein Polizeisprecher bereits am Wochenende bestätigte, seien vor allem die Kinder als Augenzeugen schwer traumatisiert. 

Update 14. Juli 2019, 18.08 Uhr: Es gibt neue Details zu dem tragischen Unfall im Allgäu, bei dem am Samstagabend zwei Kinder ums Leben gekommen sind. Offenbar ereignete sich das folgenschwere Unglück am Rande eines größeren Beisammenseins. Die österreichischen Wirtsleute der „Lenzenalpe“ hätten „etliche verwandte und befreundete Familien“ zu Gast gehabt und „einen gemütlichen Alptag“ verbracht, sagte Balderschwangs Bürgermeister Konrad Kienle der Süddeutschen Zeitung.

Lesen Sie auch: Tödlicher Unfall am Sonntagabend bei Bernbeuren. Auf der Kreisstraße WM2 bei Lechbruck starb ein junger Mann, zwei weitere wurden schwer verletzt. Zur Unfallursache gibt es bereits erste Vermutungen.

Kurz vor 21 Uhr sei es dann 300 Meter von der Alpe entfernt zu dem tödlichen Unfall gekommen. Drei Kinder waren in einer Ladeschaufel eines Traktors mitgefahren, ein 13-Jähriger lenkte das Vehikel. Zwei Kinder im Alter von zehn und dreizehn Jahren, die beide aus Österreich stammten, fielen aus dem Korb und wurden vom Traktor überrollt.

Dass die Kinder aufgrund einer Bodenunebenheit auf den Pfad geschleudert wurden, bezweifelt Kienle. „Der Traktor war auf einer brettlebenen Strecke unterwegs“, erklärte er der SZ. Der 13 Jahre alte Fahrer des Traktors sei zudem „geübt und sicher. Wie so viele Jugendliche hier arbeitet er in der elterlichen Landwirtschaft mit, seit er ein Kind ist“. Der Unfall sei eine „unfassbare Tragödie“, das Dorf sei „gelähmt“.

Ob und wann die Unfallursache aufgeklärt werden kann, ist noch unklar. Die Kinder als möglicherweise einzige Unfallzeugen seien „schwer traumatisiert“, hieß es. „Wie lange es noch dauern wird, bis wir sie erstmals zu dem Hergang befragen können, kann derzeit niemand sagen“, sagte ein Polizeisprecher.

Kripo ermittelt nach Tragödie im Allgäu: Traktor überrollt zwei Kinder (10, 13) - tot!

Update 14. Juli 2019, 12.30 Uhr: Wie die österreichische Kronen-Zeitung berichtet, stammen die beiden bei dem Traktor-Unfall getöteten Kinder aus Voralberg. Die anderen Beteiligten, darunter auch der 13-jährige Traktorfahrer, werden psychologisch betreut. Sie seien schwer traumatisiert. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und wird nun untersucht. Die Staatsanwaltschaft Kempten beauftragte einen Gutachter zur Ermittlung der Unfallursache. Auch der Besitzer des Traktors muss noch festgestellt werden. „Die polizeilichen Ermittlungen brauchen ihre Zeit“, erklärte Polizeisprecher Christan Eckel gegenüber der APA, wie krone.at schreibt

Fest steht: Der Junge hätte den Traktor nicht fahren dürfen. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland dürfen diese Fahrzeuge erst im Alter von 16 Jahren mit Führerschein gelenkt werden.

Traktor überrollt zwei Kinder (10, 13): Tragödie an der deutsch-österreichischen Grenze

Balderschwang - Zwei Kinder sind im Allgäu von einem Traktor überrollt und dabei getötet worden. Der zehn Jahre alte Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen aus Österreich waren in einer Ladeschaufel an der Front des Traktors mitgefahren, wie die Polizei in der Nacht auf den Sonntag mitteilte. Vermutlich wegen einer Bodenunebenheit fielen die Kinder aus dem Container und wurden anschließend überrollt. Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren.

Traktor-Unfall im Allgäu: In der Ladeschaufel saßen die beiden tödlich verletzten Kinder

Die beiden hatten am Samstagabend zusammen mit zwei weiteren Kindern, die ebenfalls aus Österreich stammen, eine Ausfahrt gemacht. Der Unfallort im schwäbischen Landkreis Oberallgäu liegt direkt an der deutsch-österreichischen Grenze. 

In der Ladeschaufel saßen die beiden später getöteten Kinder sowie ein weiteres 12-jähriges Mädchen, das körperlich unverletzt blieb, aber schwerst traumatisiert ist. Am Steuer des Traktors saß ein 13-jähriger Junge. 

Ermittler aus Bayern und Österreich waren nach dem Unfall am Samstagabend bis in die Nachtstunden im Einsatz.

Bei einem schrecklichen Unfall in Niedersachsen kam ein 20-jähriger Mann nahe Bremen im brennenden VW ums Leben, wie nordbuzz.de* berichtet. Im Landkreis Aurich in Ostfriesland machte die Feuerwehr nach einem Unfall einen schockierenden Fund in einem VW, wie nordbuzz.de* berichtet.

dpa

Lesen Sie auch: Schwerer Unfall bei Ansbach: Drei Kinder verletzt - Fahrer eingeklemmt

Tödlicher Unfall: Autofahrerin will auf Autobahn abbiegen - doch sie übersieht Motorrad.

In Bad Reichenhall bereitete ein Landwirt seinen Traktor zum Mähen vor. Plötzlich geriet das Fahrzeug in Bewegung - und überrollte den Mann. Sie war plötzlich losgelaufen. In Pasing ist eine Einjährige vom Auto ihres Vaters überrollt und tödlich verletzt worden. (merkur.de*)

Ein Mann aus Kempten soll wohl seinen eigenen Sohn getötet haben. Aus Rache an der Mutter, die ihn verlassen hatte, schlug er das Baby wohl gegen Möbel.

*merkur.de/nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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