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Aschaffenburg: Zwei Chemie-Unfälle in einer Woche - Erneut Lösungsmittel ausgelaufen

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Von: Verena Möckl

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Die Aschaffenburger Feuerwehr mussten am Donnerstag erneut wegen eines Chemie-Unfalles ausrücken.
Die Aschaffenburger Feuerwehr mussten am Donnerstag erneut wegen eines Chemieunfalles in den Aschaffenburger Hafen anrücken. © R. Hettler, Feuerwehr Aschaffenburg

Am Aschaffenburger Hafen hat sich zum zweiten Mal in einer Woche ein Chemie-Unfall ereignet. Es war erneut Lösungsmittel ausgelaufen. Die Feuerwehr rückte mit 50 Kräften an.

Update vom 14. Januar: Im Aschaffenburger Hafen ist am Donnerstag erneut Lösungsmittel ausgelaufen. Die Feuerwehr musste zum zweiten Mal in dieser Woche auf das Gelände ausrücken. Wie die Polizei mitteilte, beschädigte ein Gabelstapler ein Fass in einer Lagerhalle auf dem Betriebsgelände. Im Gegensatz zu dem Chemie-Unfall, der sich am Montag (siehe Erstmeldung) ereignet hat, sei diesmal nur ein Teil der Flüssigkeit aus dem 200-Liter-Fass ausgelaufen. Es wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr war mit 50 Einsatzkräften vor Ort.

Erstmeldung vom 11. Januar: Aschaffenburg - Zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungsdienst ist es in der Nacht zum Montag, 10. Januar, im Aschaffenburger* Stadtteil Leider am Staatshafen gekommen. Dort ereignete sich gegen 1.30 Uhr ein Chemie-Unfall, bei dem 400 Liter Lösungsmittel auf dem Betriebsgelände einer Spedition an der Römerstraße ausgelaufen sind.

Wie die Polizeiinspektion Aschaffenburg am Montag mitteilte, hatte ein Gabelstapler zwei Fässer beschädigt, die mit Chemikalien gefüllt waren. „Bei dem Gefahrgut handelte es sich um ein chemisches Lösungsmittel, welches bei Kontakt gefährlich für Augen, Haut und Atemwege werden und zu heftigen Reaktionen führen kann“, heißt es im Pressebericht.

Chemie-Unfall in Aschaffenburg: Großaufgebot an Rettungskräften und Feuerwehr

Neben der Aschaffenburger Feuerwehr rückten auch die Polizei und der Rettungsdienst an. Für die Anfahrt der Einsatzkräfte wurde die Römerstraße kurzzeitig gesperrt. Auch der Unfallbereich wurde von der Feuerwehr weiträumig abgesperrt. Mit Schutzanzügen und Atemschutz säuberten die Einsatzkräfte die Unfallstelle provisorisch. Eine Fachfirma wurde mit der abschließenden Reinigung beauftragt.

400 Liter Lösungsmittel ausgelaufen: Drei Personen im Krankenhaus

Die Rettungskräfte brachten drei Personen, die sich in unmittelbarer Nähe zu der Chemikalie befanden, vorsorglich in ein Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen blieben sie unverletzt. In der Lagerhalle befanden sich etwa 30 weitere Personen, aber in ausreichendem Abstand zur Unfallstelle. Die Polizei teilte mit, dass Personen außerhalb der Unfallstelle nicht gefährdet worden seien. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 1.500 Euro.

Zu einem heftigen Autounfall* kam es im Herbst 2021 auf der A3 bei Aschaffenburg. Mit einem Rettungshubschrauber mussten zwei Personen nach der Kollision ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Frau schwebte in Lebensgefahr.

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