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Für Corona-Sünder wird’s teuer: Das steht im bayerischen Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“

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Von: Thomas Eldersch

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Um die Corona-Pandemie einzudämmen, gelten zahlreiche Regeln. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein empfindliches Bußgeld.
Um die Corona-Pandemie einzudämmen, gelten zahlreiche Regeln. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein empfindliches Bußgeld. © Felix Hörhager/dpa

In Bayern gelten zahlreiche Corona-Regeln und -maßnahmen: Von 2G bis zur Maskenpflicht gibt es viele Mittel. Aber was passiert, wenn man sich nicht daran hält?

München - Der Werkzeugkasten ist da, um die Corona-Pandemie* zu bekämpfen. So oder so ähnlich lautet einer der beliebtesten Sätze vieler Politiker in den vergangenen Tagen und Wochen. Damit ist gemeint, dass es in Deutschland, aber auch in Bayern, zahlreiche Regeln und Maßnahmen gibt, die dazu führen sollen, dass die Infektionszahlen wieder runtergehen. Aber was passiert, sollte man sich nicht an die Vorgaben halten? Für Corona-Sünder kann es richtig teuer werden.

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Corona-Bußgelder in Bayern: Ohne Maske sind schnell 250 Euro futsch

Wer sich in Bayern nicht an die Corona-Vorschriften* hält, dem sollte der Geldbeutel locker sitzen, denn es drohen empfindliche Strafen. Insgesamt 17 Verstöße stehen in dem bayerischen Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ vom 3. September 2021. Während es zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Katalogs kaum noch Regeln im Freistaat gab, kommen inzwischen fast täglich neue dazu. Die dynamische Infektionslage und die hohen Inzidenzen zwingen die Staatsregierung geradezu dazu. Für die Einhaltung der Regeln ist normalerweise jeder selbst verantwortlich. Aber auch Unternehmer, beispielsweise in der Gastronomie und Hotellerie, müssen sich an zahlreiche Vorschriften halten. Kontrolliert werden diese meistens durch Ordnungshüter von Polizei und Ordnungsamt.

Die gängigste Verfehlung dürfte wohl das Nichteinhalten der Maskenpflicht sein. Diesen teuren Spaß sollte man sich aber nicht allzu häufig leisten. Wird man nämlich dabei erwischt, sind 250 Euro futsch. Genau so viel muss man auch hinblättern, wenn man beim Alkohol trinken in Alkoholverbotszonen erwischt wird. Sollte man beim Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen erwischt werden, sind gleich 500 Euro fällig.

Corona-Bußgelder in Bayern: Falsche Kontaktdaten angeben, kostet ganz schnell ganz viel Geld

Besonders teuer wird es vor allem für das Gastgewerbe und die Kulturbranche. Hier gibt es die strengsten Regeln. Wer hier nicht auf die Einhaltung der 2G- oder 2G-plus-Regeln achtet oder sich kein ausreichendes Hygiene- beziehungsweise Infektionsschutzkonzept ausgedacht hat, dem droht ein Bußgeld von 5000 Euro. Die Kunden, Gäste oder Besucher sind aber auch vor einer Strafe nicht geschützt. Wer beispielsweise im Hotel ohne Nachweis erwischt wird, der ist mit 250 Euro dabei. Unangenehmer wird es nur noch, wenn man an einer nicht genehmigten Versammlung in geschlossenen Räumen teilnimmt. Das kostet gleich 500 Euro.

Kurze Zeit wurde sie abgeschafft, jetzt ist sie wieder da - die Kontaktdatenerfassung beispielsweise in der Gastronomie. Wer seinen Gästen also nicht auf den Zahn fühlt, ist ganz schnell 1000 Euro los. Sollte derjenige allerdings falsche Angaben machen und es fliegt auf, muss er mit 250 Euro Bußgeld rechnen.

Fällig werden die Summen immer dann, wenn dem Verursacher Vorsatz vorgeworfen werden kann. Sollte man öfter beim Verstoßen erwischt worden sein, sieht der Bußgeldkatalog eine Verdoppelung der Strafe vor. Sollte sich der Täter allerdings einsichtig zeigen oder die Gefahr für andere Personen nur gering gewesen sein, kann es auch eine Ermäßigung geben. Günstiger kann man auch bei Fahrlässigkeit davonkommen. Sicher ist jedenfalls, wer sich nicht an die Corona-Regeln hält und erwischt wird, ist schnell eine Menge Geld los. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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