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Erschreckende Bilder aus Bayern-Hotspot: Kein Bett mehr frei - 23 Covid-Patienten werden aufwendig verlegt

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Von: Veronika Mahnkopf

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Die Rotttal-Inn-Kliniken posteten Bilder von einer aufwendigen Verlegung von Covid-Patienten.
Die Rottal-Inn-Kliniken posteten Bilder von einer aufwendigen Verlegung von Covid-Patienten. © Instagram

Das sind die Bilder, die keiner sehen wollte: Im Landkreis Rottal-Inn wurden 23 an Covid 19 erkrankte Menschen in einer aufwendigen Aktion verlegt - weil man sie dort nicht mehr behandeln kann.

Rottal-Inn - Alle reden von Krankenhäusern am Limit, von fünf vor Zwölf und bald einsetzendem Klinik-Kollaps. Im Landkreis Rottal-Inn ist all das bereits Realität*: Am vergangenen Freitag musste der Klinikverbund, dem die Krankenhäuser in Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach angehören, 23 Patienten in andere Krankenhäuser verlegen. Alle sind mit dem Coronavirus* infiziert und an Covid-19 erkrankt - vier davon so schwer, dass sie intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

Rottal-Inn: Corona-Patienten müssen verlegt werden

„Die Verlegung wurde erforderlich, da die Rottal-Inn Kliniken durch die hohen Inzidenzzahlen im Landkreis an die Grenze der Versorgungsmöglichkeiten von Covid-19-Patienten stießen“, schreiben die Rottal-Inn-Kliniken auf Instagram und veröffentlichen Fotos von der aufwendigen Verlegungsaktion. 50 Einsatzkräfte waren mit 19 Krankenwagen zur Stelle, um die Kranken in Kliniken in Nordbayern zu transportieren. Das Ganze habe fünf Stunden gedauert.

Der Landkreis Rottal-Inn gilt als einer der deutschlandweit ärgsten Hotspots in der vierten Corona-Welle*. Am Mittwoch lag die Inzidenz bei 1298,0.

Video: Wo die Intensivstationen am Limit sind

Rottal-Inn-Kliniken haben keine Kapazitäten mehr für Covid-Patienten

Durch die Verlegung habe man wieder Handlungsspielraum für die Versorgung der Patienten in den Rottal-Inn*-Kliniken, so der Ärztliche Direktor Dr. Klaus Kienle. Erst wenige Tage zuvor hatte sich der Klinikverbund an die Öffentlichkeit gewandt mit einem „dringenden Hilfeersuchen“. Darin bat er Pflegekräfte und Ärzte sich für „eventuell notwendige Unterstützungsleistungen“ zu melden. Dies sei notwendig, um die Patientenversorgung im Landkreis aufrechtzuerhalten.

Während die Kliniken am Rande der Belastbarkeit stehen, kommentierten manche zu den Fotos der Verlegung, dass es sich um Fake handle oder die Patienten erkrankt seien, weil sie sich hatten impfen lassen. Der Klinikverbund ging umgehend gegen diese „gezielten Fehlinformationen“ vor und löschte diverse Kommentare.Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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