Querdenker-Schule in Bayern geschlossen
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Auf einem verlassenen Bauernhof in Oberbayern wurde eine mutmaßliche „Querdenker“-Schule geschlossen.

Sie war seit längerem krankgemeldet

Lehrerin gründet geheime „Querdenker“-Schule in Oberbayern - „Eklatanter Einzelfall“

  • Franziska Konrad
    VonFranziska Konrad
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In Oberbayern hat eine verbeamtete Lehrerin eine illegale Schule mitgegründet. Die Frau aus Oberbayern war an ihrem Arbeitsplatz schon länger krankgemeldet.

Schechen/München - Auf einem verlassenen Bauernhof in Schechen (Landkreis Rosenheim) hat eine Gruppe von Personen illegal eine eigene mutmaßliche „Querdenker“-Schule eröffnet. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung, wurde der Betrieb inzwischen geschlossen*. Nun wurde bekannt: Unter den Gründer befindet sich auch eine verbeamtete Lehrerin.

Angebliche „Querdenker“-Schule geschlossen: Lehrerin aus Oberbayern unter Gründern

Die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, sieht in deren Mitwirkung einen „eklatanten Einzelfall“. Ein derartiger Vorfall sei ihr aus ihrer gesamten Laufbahn nicht bekannt, äußerte sich Fleischmann gegenüber der DPA. „Ich habe noch nie erlebt, dass ein verbeamteter Lehrer oder eine Lehrerin eine Schule aufmacht, die gar keine Schule ist.“ Für sie ist dieser Schritt der Kollegin „zu verurteilen“.

Die Leiterin sei verbeamtete Lehrerin einer Grund- und Mittelschule im Raum Oberbayern gewesen. Bereits seit längerem war sie dort wohl krankgeschrieben.

Fleischmann verurteilt das Handeln der Kollegin scharf. Sie betont: Eigene politische Meinung habe in dieser Form im Schulbetrieb nichts zu suchen. Schülerinnen und Schüler sollten zur Demokratie erzogen werden. Gerade vor diesem Hintergrund bleibe es wichtig, dass Lehrer verbeamtet würden. „Wir schwören auf das Grundgesetz und die Bayerische Verfassung, wenn wir verbeamtet werden.“ Dieser Akt verpflichte auf besondere Weise zum Schutz der dort verankerten Grundgesetze.

Lehrerin aus Oberbayern gründet „Querdenker“: Scharfe Kritik von Behörde

Zwar gebe es seit jeher Einzelfälle, in denen Lehrkräfte durch bestimmte Aussagen auffielen und von Schulleitern zur Rechenschaft
gezogen werden müssten. Sie habe aber nicht den Eindruck, dass diese Fälle in jüngster Zeit zugenommen hätten, sagte Fleischmann.

Welche genauen Folgen das Handeln der Lehrerin mit sich bringt, ist bisher nicht bekannt. Behördensprecher Wolfgang Rupp ließ unter Verweis auf den Datenschutz offen, ob disziplinarisch gegen die Frau vorgegangen wird.

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