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Selbst Lockdown möglich: Massive Verschärfung der Regeln - diese Maßnahmen gelten seit Mittwoch

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Die Corona-Situation in Bayern ist dramatisch. Die Intensivbetten werden knapp, die Inzidenzen steigen. Ab Mittwoch, 24. November, gelten daher scharfe Maßnahmen. Eine Übersicht.

München - Die Corona-Pandemie hatte im Sommer deutlich an Schrecken verloren. Die Impf-Quoten stiegen, die Inzidenzen* sanken. Fast alles war wieder möglich, lediglich die Maskenpflicht erinnerte wohl noch daran, dass die Pandemie noch nicht gänzlich als beendet erklärt wurde. Dann, etwa Mitte Oktober, gingen die Zahl der Neu-Infektionen wieder nach oben, das exponentielle Wachstum gewann in dramatischem Tempo an Geschwindigkeit. In Anbetracht der schwierigen Lage handelte der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit einer Reihe an massiven Regel-Verschärfungen, die ab Mittwoch, 24. November, gelten.

Corona in Bayern: Massive Regel-Verschärfung - das gilt jetzt im Freistaat

Im Rahmen einer Regierungserklärung im Bayerischen Landtag erklärte der CSU-Chef ein weiteres Mal, weshalb die harten Maßnahmen nun unabdingbar seien - und warb für eine Impfpflicht für alle zu Beginn des neuen Jahres. Um die Dynamik der jetzigen Welle zu brechen, unter der besonders der Freistaat leidet, verabschiedete das bayerische Kabinett nun ein Maßnahmen-Paket, das für einige Regionen gar einen Lockdown für alle bedeutet. Folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Regeln, die in Bayern jetzt gelten.

Corona in Bayern: Diese Regeln gelten jetzt - Lockdown für Hotspots

Die neuen Corona-Regeln gelten für ganz Bayern. Alle Regeln sollen, so kündigte es der Bayerische Innenminister Herrmann an, „massiv“ kontrolliert werden. Auch empfindliche Strafen soll es dann geben. Landkreise und Städte, die allerdings eine Inzidenz von 1000 vorweisen, gehen in einen Lockdown - für Geimpfte und Genesene. Dort gelten dann folgende Regeln:

Was aber bedeutet das nun zum Beispiel für die Landeshauptstadt München*? Dort liegt die Inzident am Mittwoch, 24. November, bei 594,8 (RKI, Stand 3.12 Uhr). Am Sonntag hatte sie noch bei fast 800 gelegen - der Wert sinkt nun also weiter, bereits den dritten Tag in Folge. Sollte es so weitergehen, droht der Stadt wohl vorerst kein echter Lockdown. Die Regeln wie geschlossene Clubs, Sperrstunde ab 22 Uhr und Absage aller Weihnachtsmärkte gelten für München jedoch ebenso, wie für alle anderen Landkreise. Die Corona-Lage in der Landeshauptstadt bleibt dennoch angespannt. Ersten Informationen der tz zufolge, bereiten sich die Münchner Kliniken bereits auf die Triage vor. Erste Kranke sollen am Wochenende in Kliniken außerhalb Oberbayerns verlegt werden. Bayernweit liegt die Inzidenz am Mittwoch bei 644,3 - dies stellt im Vergleich zum Vortag (644,9) nur eine minimale Verbesserung dar. Ob die Maßnahmen in drei Wochen noch einmal verlängert werden müssen, wird auch von der Inzidenzentwicklung der folgenden Tage abhängen.

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