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Neue Corona-Regeln in Bayern - Söders Minister verkündet den Plan

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Von: Katarina Amtmann

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Markus Söder kündigte Lockerungen der Corona-Regeln an. Dies wurde am Dienstag wie geplant umgesetzt - und noch einiges mehr. Alle News im Ticker.

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Update vom 9. Februar, 13.39 Uhr: Eine aktuelle Umfrage zeichnet ein erschreckendes Bild der geistigen Verfassung von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie. Demnach sagen bayerische Gymnasiallehrer, dass in fast jeder ihrer Klassen Schüler sitzen, die psychosoziale Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie brauchen. In rund zwei Drittel der Klassen benötigen demnach ein bis drei Schülerinnen und Schüler Hilfe, in gut jeder fünften sind es bis zu sechs, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Bayerischen Philologenverbands unter 1800 Mitgliedern ergab.

In sieben Prozent aller Klassen bräuchten gar mehr als sechs Kinder oder Jugendliche Hilfe. „Wir kommen nicht zum Lösen der Probleme der Schülerinnen und Schüler - seien es psychosoziale oder kognitive“, bilanzierte Regina Knape, Schulpsychologin in Coburg. „Die Schule befindet sich noch immer in einem Krisenzustand.“

„Nach Einschätzung der Lehrkräfte hat sich die Situation keineswegs verbessert“, sagte der Vorsitzende des Philologenverbands, Michael Schwägerl. „63 Prozent sehen im Vergleich zum letzten Schuljahr eine Verschlechterung mit Blick auf die psychosozialen Probleme der Schülerinnen und Schüler.“

Dies liegt nach Einschätzung des Gilchinger Beratungslehrers Michael Lilla auch daran, dass bei der Befragung im Vorjahr durch den Distanzunterricht viele Notlagen bis hin zu Selbstverletzungen oder Suizidgedanken unbemerkt geblieben seien. Die Lösung - darin waren sich die Lehrkräfte einig - seien in erster Linie mehr Stunden für Schulpsychologen und Beratungskräfte, am besten im Umfang von einer Lehrerstelle pro Schule.

Corona-Lockerungen treten heute in Kraft

Update vom 9. Februar, 6.27 Uhr: In der Gastronomie gibt es ab heute keine Sperrstunde mehr, bei Friseuren gilt 3G statt 2G und für Sport und Kultur sind mehr Zuschauer zugelassen. Alle neuen Corona-Regeln für Bayern finden Sie in unserer Übersicht. Begründet wurden die Erleichterungen von der Staatsregierung mit der stabilen Lage in den Kliniken.

Derweil steigt die Inzidenz im Freistaat weiter. Am Mittwoch meldet das RKI einen Wert von 1840,4 (Vortag: 1819,1). Bundesweiter Spitzenreiter bleibt der Landkreis Fürstenfeldbruck (3553,5). Der Landkreis Eichstätt hat mit 3506,8 die zweithöchste Inzidenz in ganz Deutschland.

Das sind die weiteren Corona-Hotspots in Bayern:

Neue Corona-Regeln in Bayern kommen schon ab heute - Söders Minister verkündet den Plan

Update vom 8. Februar, 14.02 Uhr: Keine Sperrstunde mehr in der Gastronomie, 3G statt 2G bei Friseuren und mehr Besucher für Sport und Kultur: Das bayerische Kabinett hat die von Ministerpräsident Markus Söder am Montag angekündigten und noch einige weitere Corona-Lockerungen beschlossen. Die Erleichterungen sollen bereits von diesem Mittwoch (9. Februar) an gelten.

Keine Sperrstunde und mehr Zuschauer für Sport und Kultur: Bayerns neue Corona-Regeln

In beiden Bereichen (Sport/Kultur) fällt die bisherige Unterscheidung zwischen regionalen und überregionalen Veranstaltungen weg. Ein Mindestabstand von 1,50 Metern wird überall empfohlen, ist aber nicht zwingend.

Neue Corona-Regeln auch für Messen, Seilbahnen und körpernahe Dienstleistungen

Bayern verschärft Testpflicht in Kita-Gruppen nach Corona-Ausbruch

Eine Anpassung gibt es auch für Kitas: Nach einer Corona-Infektion in einer Kita-Gruppe unterliegen alle übrigen Kinder an den fünf darauffolgenden Betreuungstagen einer täglichen Selbsttestnachweispflicht. Damit wird das Testmanagement in der Kindertagesbetreuung deutlich verschärft und an die Regeln in den Schulen angeglichen. Die Eltern sollen dafür zusätzliche Berechtigungsscheine erhalten, mit denen sie kostenlose Schnelltests für den Hausgebrauch in der Apotheke erhalten.

Neue Corona-Regeln in Bayern kommen schon ab morgen - Söders Minister verkündet den Plan

13.35 Uhr: Ist es nicht für die Akzeptanz problematisch, wenn Bayern sich nicht an die partielle Impfpflicht hält? „Wir halten die einrichtungsbezogene Impfpflicht* für richtig“, stellt Herrmann auf Nachfrage klar. Doch: in dem Paket vom Bund war geplant, die partielle Impfpflicht umzusetzen und dann mit der allgemeinen nachzuziehen. Doch das sei nun „auseinandergefallen“. Er berichtet von möglichen Problemen bei der Umsetzung, beispielsweise Meldungen an die sowieso schon überlasteten Gesundheitsämter. Man befürchte laut Herrmann ein „Chaos der Extraklasse.“ Man wolle deshalb nicht sehenden Auges diesen Fehler machen, begründet er die Entscheidung.

Durchseuchung der Schulen? „Eine gewaltige und böswillige Unterstellung“

13.23 Uhr: Nun spricht Michael Piazolo. Die PCR-Pool-Tests werte man - wie er betont - als einziges Bundesland noch aus. Die hohen Infektionszahlen seien natürlich auch in der Schule spürbar. Den Vorwurf, dass man in Schulen Durchseuchung zulassen würde, sei „eine gewaltige und böswillige Unterstellung“. Warum mache man die Maßnahmen, fragt er sich. Die Antwort. Schutz. Man tue alles dafür, dass sich die Schüler nicht in der Schule anstecken.

Nach Söders Ankündigung: Herrmann erläutert Bayers neue Corona-Regeln - sie gelten ab morgen

13.14 Uhr: Nun zu den Maßnahmen: Die Verordnung wurde bis 23. Februar verlängert, die Änderungen treten morgen in Kraft. Die Sperrstunde wird aufgehoben. Bei körpernahen Dienstleistungen gilt bisher 2G, in Zukunft wird es 3G sein. Bei Veranstaltungen gibt es keine Unterscheidungen mehr zwischen regional und überregional. Im Sport ist eine Auslastung bis zu 50 Prozent möglich. Bei Kultur und Kino wird die Kapazität von 50 auf 75 Prozent angehoben. Abstand sei nicht mehr der entscheidende Punkt. Die Obergrenze liegt bei 15.000, zum Beispiel in der Allianz Arena. Bisher waren nur 10.000 Personen erlaubt, Stehplätze sind zulässig. Es bleibt bei 2G plus, FFP2-Maskenpflicht und Alkoholverbot.

Bei Seilbahnen ist eine 75 Prozent-Auslastung erlaubt. Für Bäder, Thermen und Saunen gilt zukünftig die 2G-Regel. Die Hotspot-Regel bleibt suspendiert, aber bestehen, so Herrmann. In Kitas gilt künftig: Bei einem Infektionsfall in einer Gruppe, werde die Gruppe sich ab dem nächsten Tag fünf Tage zuhause testen müssen. Die bayerischen Impfzentren werden bis 31. Dezember definitiv weiterbetrieben, kündigt er an.

Novavax ab 28. Februar - Herrmann teilt gegen Lauterbach und die Ampel aus

13.08 Uhr: Ab 28. Februar wird Novavax zur Verfügung stehen, berichtet Herrmann weiter. Dieser Impfstoff gehe zunächst an Beschäftigte im Gesundheitswesen. Zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht sagt er: Man brauche eine längere Umsetzungsfrist. Eine direkte Umsetzung würde „ins Chaos führen.“ Es sei gestuft gedacht gewesen: Zunächst die partielle Impfpflicht, dann zeitnah die allgemeine. Diese würde der Bund aber bisher schuldig bleiben. Mit der Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht bestehe die Gefahr, „dass wir da die Personalsituation gefährden“ und letztlich auch die Patienten, so Herrmann weiter. Die Vorgabe vom Bund sei „praxisuntauglich“, findet der CSU-Politiker. Lauterbach rase mit 180 Sachen in dichte Nebelbänke, so der Vorwurf an den Bundesgesundheitsminister. „Wir sind für die allgemeine Impflicht“, stellt Herrmann klar. Der Bund habe die partielle und die allgemeine Impfpflicht versprochen, aber nur eine geliefert - noch dazu in „handwerklich katastrophaler Form“.

Video: Die ganze Pressekonferenz zum Nachhören

Mitschnitt bereitgestellt von br24.

Nach Söders Lockerungsankündigung: Pressekonferenz mit Staatskanzleichef Herrmann

13 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt pünktlich. Florian Herrmann hat das Wort. Die Situation biete weiter Anlass zur Vorsicht, dem Gesundheitssystem drohe aber derzeit keine Überlastung. Aktuell habe man Höchststände bei der Inzidenz, berichtet der Staatskanzleichef weiter. 94 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städte liegen über dem Wert von 1000. Der R-Wert sei im Vergleich zur Vorwoche gesunken.

Update vom 8. Februar, 12 Uhr: Nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts, bei der die von Markus Söder angekündigten Lockerungen der Corona-Regeln im Fokus stehen, wird es eine Pressekonferenz geben. Diese können Sie um 13 Uhr hier im Livestream und - Ticker verfolgen.

Söder lockert Bayerns Corona-Regeln - Zeitpunkt noch nicht bekannt

Update vom 8. Februar, 10.32 Uhr: Am Montag hatte Markus Söder Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern angekündigt. Die entsprechenden Beschlüsse sollen am heutigen Dienstag im Kabinett gefasst werden. Um 13 Uhr wird es dazu eine Pressekonferenz geben. Mit dabei sind Staatskanzleichef Florian Herrmann, Digitalministerin Judith Gerlach und Kultusminister Michael Piazolo. Dann sollte auch feststehen, ab wann die neuen Regeln in Kraft treten.

Söder lockert Bayerns Corona-Regeln - trotz hoher Inzidenzen

Update vom 8. Februar, 8.23 Uhr: Auf Bayern kommen Lockerungen der Corona-Regeln zu - trotz hoher Infektionszahlen. Das hatte Markus Söder (CSU) bereits am Montag angekündigt (siehe Erstmeldung). Die Inzidenz im Freistaat liegt am Dienstag bei 1819,1 (Vortag: 1786,0).

Deutschlands Hotspot bleibt der Kreis Fürstenfeldbruck (4031,3). Auf den Plätzen 2 und 3 folgen der Kreis Eichstätt (3123,9) und die Stadt Ingolstadt (2491,4). In München liegt der Wert bei 2206,2. Am Vortag hatte das RKI für die Landeshauptstadt noch einen Wert von 2392,6 gemeldet.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen 24 Stunden 28.285 Corona-Neuinfektionen und 29 Todesfälle in Bayern. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand der RKI-Daten auf ihrer Webseite von 7.20 Uhr wiedergeben. Die Zahlen haben allerdings nur noch begrenzt Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Zudem dürfte mit der geplanten Priorisierung bei PCR-Tests die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr auf diese Weise bestätigen lassen - und die damit nicht in die offizielle Statistik einfließen.

Nach Impfpflicht-Hammer und Corona-Lockerungen in Bayern: Söder rechtfertigt sich

Erstmeldung vom 8. Februar, 7.17 Uhr: München - Keine Sperrstunde in der Gastronomie, 3G bei Friseuren und mehr Besucher für Sport- und Kulturveranstaltungen: Bayern will die Auflagen der Pandemiebekämpfung weiter nach unten fahren.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU*) hatte die Lockerungen am Montag angekündigt, nun muss das bayerische Kabinett am Dienstag (10 Uhr) die entsprechenden Beschlüsse fassen. Um 13 Uhr wird es eine Pressekonferenz dazu geben.

Corona in Bayern: Diese Lockerungen kündigte Söder am Montag an

Söder verkündet Corona-Hammer in Bayern: Vorerst keine Impfpflicht 

Für Aufsehen sorgte derweil Söders Ankündigung, die einrichtungsbezogene Impfpflicht ab 15. März nicht umsetzen zu wollen. Man höre die Sorge, dass genau das zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führe. Nämlich dann, wenn all das Personal, das bis dato noch immer ungeimpft ist, ausfalle. „Ich bin für die Impfpflicht“, stellte Söder klar, aber diese singuläre Pflicht sei keine Lösung in der Omikron-Krise. Es werde stattdessen „großzügigste Übergangsregelungen“ geben, was „de facto zunächst einmal auf ein Aussetzen des Vollzugs hinausläuft“, sagte er am Montag.

Bayern lockert Corona-Regeln - Söder rechtfertigt Vorgehen

Mit den angekündigten Lockerungen geht Bayern über die bisherigen Absprachen von Bund und Ländern hinaus. Söder rechtfertigte dies am Montag auf Nachfrage mit der - trotz Rekordinzidenzen* - verhältnismäßig geringen Auslastung der Kliniken und hier insbesondere der Intensivstationen mit Covid-Patienten. Die nächste Runde der Bund-Länder-Beratungen ist für kommende Woche geplant.

Auch auf Twitter erklärte der CSU-Chef: „Wir brauchen Pragmatismus statt Ideologie bei den Corona-Regeln. Es droht im Moment keine Überlastung des Gesundheitssystems. Deshalb sind stufenweise Öffnungen sinnvoll.“

Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter

Die Inzidenz im Freistaat liegt derweil bei 1819,1 (Vortag: 1786,0). Deutschlands Hotspot bleibt der Kreis Fürstenfeldbruck (4031,3). Auf den Plätzen 2 und 3 folgen der Kreis Eichstätt (3123,9) und die Stadt Ingolstadt (2491,4). In München liegt der Wert bei 2206,2. (kam)

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