Baldiges „Prost“ in Biergärten?

Inzidenz liegt seit zwei Wochen unter 100: Einstiger Hotspot stellt Antrag für Außengastronomie

  • Johannes Welte
    vonJohannes Welte
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Die Inzidenzen liegen in großen Teilen Bayerns zwar noch über 100, aber 15 Städte und Landkreise liegen bereits darunter. Gäste und Gastronomen können es nicht erwarten, dass die Außengastronomie wieder geöffnet wird.

Ein Landkreis hat genau das nun beantragt.

Nach gut zwei Wochen mit einer Corona-Inzidenz* von unter 100 will der Landkreis Tirschenreuth Bier- und Wirtsgärten öffnen. Man habe beim bayerischen Gesundheitsministerium die dafür nötige Zustimmung beantragt, sagte ein Sprecher des Landratsamts am Freitag. Eine Antwort lag zunächst noch nicht vor. Die Außengastronomie in Bayern ist mittlerweile seit rund einem halben Jahr geschlossen.

Voriges Jahr konnte man Biergärten oder Wirtsterrassen nach Anmeldung besuchen

Tirschenreuth liegt den Zahlen des Robert-Koch-Instituts* (RKI) zufolge seit dem 14. April unter einer Inzidenz von 100. Am Freitag wies das RKI einen Wert von 73,6 aus. Der Kreis sieht dadurch die Voraussetzungen für eine Öffnung erfüllt. Tirschenreuth hatte in der ersten und zweiten Corona*-Welle sehr hohe Zahlen aufgewiesen, derzeit ist es aber unter den bayerischen Kreisen derjenige, der mit Abstand am längsten unter einer Inzidenz von 100 liegt.

Die Inzidenzen sinken – können wir bald im Biergarten darauf anstoßen?

Der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands, Thomas Geppert sagte, eine Öffnung in Tirschenreuth wäre „genau der richtige Schritt“. Er hoffe auf die Zustimmung des Gesundheitsministeriums. „Es gibt keinerlei Grund, warum bei Werten unter 100 die Außengastronomie nicht öffnen sollte“, sagte Geppert. Darüber hinaus fordert sein Verband aber auch die allgemeine Lösung der Außengastronomie von den Inzidenzwerten*.

Auch Badegäste und Freibadbetreiber würden gerne wieder das Schwimmvergnügen starten. Normalerweise beginnt die Freibadsaison Anfang Mai. Voriges Jahr durften die meisten Bäder erst Ende Juni Gäste empfangen. Die kürzlich vom Bund beschlossene Notbremse greift deutschlandweit in allen Städten und Kreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. In diesem Fall müssen unter anderem Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben – Schwimmbäder fallen darunter. Bayern verbietet den Badespaß ausnahmslos in allen Regionen– noch. *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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