Mit dem Hubschrauber wurden alle drei Bergsteiger unverletzt gerettet.
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Mit dem Hubschrauber wurden alle drei Bergsteiger unverletzt gerettet.

Pidinger Klettersteig

Dramatischer Einsatz: Junge Kletterer auf falschem Weg - plötzlich droht er abzustürzen

Dramatische Rettung am Pidinger Klettersteig: Drei junge Bergsteiger hatten sich versehentlich in eine steile Rinne verstiegen. Einer der Kletterer drohte abzustürzen.

Piding - Gegen 14.15 Uhr setzte das Trio von der Nordseite des Hochstaufens einen Notruf ab. Alle waren beim Aufstieg durch den Pidinger Klettersteig in der nicht versicherten Querung unterhalb des ersten Notausstiegs versehentlich in eine steile Rinne geklettert. Einer der Bergsteiger saß oberhalb, im absturzgefährlichen Gelände, fest; ein weiterer Mann und eine Frau unterhalb. Das berichtet das Bayerische Rote Kreuz (BRK).

Zwei Mannschaften der Bergwacht stiegen vom Klettersteig-Einstieg und seitlich über den ersten Notausstieg zu der Gruppe in rund 1.400 Metern Höhe vor. Die Bergsteiger hatten sich zwischenzeitlich wieder über Notruf gemeldet und erklärt, dass der Mann oben in der Rinne sich kaum mehr halten könne und deshalb Lebensgefahr bestehe, heißt es im Bericht des BRK weiter.

Pidinger Klettersteig: Bergsteiger kann sich kaum mehr halten - Heli-Besatzung rettet ihn aus größter Not

Der Einsatzleiter forderte deshalb sofort den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ an. Dessen Besatzung gelang es, den Verstiegenen sehr rasch mit dem Rettungstau aus der Rinne zu holen und auf eine Wiese unterhalb der Koch-Alm abzusetzen. 

Die Rettung der anderen Bergsteiger übernahm „Edelweiß 8“. Die Besatzung holte in drei Anflügen die beiden anderen Verstiegenen per Winde aus der Wand und flog sie ebenfalls zur Koch-Alm aus. Der aufwendige Einsatz dauerte bis 17.30 Uhr - die drei jungen Leute Ende 20 überstanden den Zwischenfall unverletzt.

Auch am Sonntagshorn mussten die Retter am Freitag am Berg ran: Beim Aufstieg zum Sonntagshorn in der Nähe von Ruhpolding ließ eine Münchnerin ihren Ehemann zurückfallen. Nachdem sie ihn aus den Augen verloren hatte, glaubte sie an einen Absturz und setzte einen Notruf ab.

Eine dramatische Rettungsaktion gab es zudem am Watzmanngrat. Dort konnte ein Pärchen nur deshalb mit dem Heli gerettet werden, weil sich eine kurze Wolkenlücke auftat.

In Österreich dagegen starb eine deutsche Urlauberin bei ihrer Wandertour nun nach einem tödlichen Sturz und zwei Menschen kamen bei einem Rafting-Unfall ums Leben.

Ein Kletterer stürzt in den Ammergauer Alpen über 100 Meter tief in den Tod. Der Grund für seinen Absturz am Tegelberg ist besonders tragisch.

mb

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