460.000 Legehennen getötet

"Bayern-Ei": Landrat will Betrieb am liebsten schließen

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Ettling – Weil die Eier von der Firma "Bayern-Ei" einen großen Salmonellen-Ausbruch im vergangenen Jahr verursacht haben sollen, hat die Firma nun damit begonnen, den gesamten Legehennen-Bestand an ihrem Standort in Ettling (Kreis Dingolfing-Landau) zu töten.

Bei dem Salmonellen-Ausbruch starben zwei Menschen, mehrere hundert Personen in Österreich, Frankreich, Großbritannien sowie Bayern erkrankten.

Nun werden in Ettling rund 460.000 Legehennen weggeschafft und in einem bayerischen Schlachthof außerhalb des Landkreises getötet. Vorher waren genau 233 Tiere auf Salmonellen untersucht worden – da es laut Landratsamt keine „relevanten“ Befunde gab, sind die Hühner als für den menschlichen Verzehr geeignet deklariert worden. „Das werden jetzt Suppenhühner oder Brühwürfel“, drückt es der Dingolfinger Landrat Heinrich Trapp (SPD) drastisch aus. Er bedauert: „Es gibt keinen Grund, das zu untersagen.“

Trapp redete gegenüber dem Münchner Merkur Tacheles. „Ich würde den Betrieb am liebsten schließen, aber dafür haben wir keine Rechtsgrundlage.“ Täglich verendeten in Betrieben dieser Größenordnung 30 bis 80 Hühner – „das gehört zum Geschäftsmodell“.

dw

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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