Interne Mail wirft Fragen auf

Bayern-Ei-Skandal: SPD lässt mögliche Falschaussage prüfen 

Im Zuge der Aufklärung des Bayern-Ei-Skandals im Landtags-Untersuchungsausschuss hat die SPD die Staatsanwaltschaft München eingeschaltet.

München - Die Behörde soll prüfen, ob ein Mitarbeiter des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Untersuchungsausschuss möglicherweise uneidlich falsch ausgesagt hat. So steht es in einem Schreiben der SPD-Abgeordneten Inge Aures und Florian von Brunn an die Staatsanwaltschaft von dieser Woche.

Der Ausschuss soll die Hintergründe eines Salmonellenskandals im Jahr 2014 aufklären, für den die niederbayerische Firma Bayern-Ei verantwortlich gemacht wird. Die Behörden und die Staatsregierung sehen sich unter anderem mit dem Vorwurf konfrontiert, sie hätten früh von dem Skandal gewusst, die Bevölkerung aber nicht gewarnt.

Interne Mail wirft Fragen auf

Dem LGL-Mitarbeiter wirft die SPD vor, er habe im Ausschuss wahrheitswidrig ausgesagt, Eier einer bestimmten Charge, die damals nach Ungarn geliefert worden seien, seien damals komplett zurückgenommen worden. Das entspreche aber nicht den Tatsachen, und das habe der Mitarbeiter gewusst. Das gehe auch aus einer internen Mail des Mitarbeiters aus dem Jahr 2015 hervor, argumentiert die SPD.

Ein Eier-Fabrikant aus Niederbayern soll mit Salmonellen verseuchte Ware verkauft haben, an deren Verzehr dutzende Menschen erkrankten. Ein Rentner soll deswegen gestorben sein. Jetzt begann der Prozess.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Passau verbietet Weihnachtstradition - doch eine Geschäftsfrau lässt sich das nicht bieten
Seit Jahren sorgt die Weihnachtsfassade eines Geschäfts in Passau für großen Ärger. 2018 griff die Stadt in Niederbayern rigoros durch, doch nun hat die Betreiberin …
Passau verbietet Weihnachtstradition - doch eine Geschäftsfrau lässt sich das nicht bieten
Auto rast in Gegenverkehr: Familienvater (41) stirbt - zehn Verletzte
Auf der Bundesstraße 505 nahe Höchstadt ist ein Auto in den Gegenverkehr gekracht - ein Familienvater, der mit seiner Frau und fünf Kindern unterwegs war, starb. 
Auto rast in Gegenverkehr: Familienvater (41) stirbt - zehn Verletzte
„Dann kommen wir nicht wieder“: Frau sagt Gemeinheit über Kind - Wirt macht deutliche Ansage
In einem Gasthof in Veilbronn (Landkreis Bamberg) geht eine Frau verbal auf ein behindertes Kind los. Als der Wirt das hört, reagiert er genau richtig. 
„Dann kommen wir nicht wieder“: Frau sagt Gemeinheit über Kind - Wirt macht deutliche Ansage
Mann vor Edeka in Abensberg erschossen: Verdächtiger kommt in Psychiatrie
In Abersberg bei Kelheim wurde am vergangenen Mittwoch ein Mann vor einem Supermarkt in Abensberg erschossen. Der Tatverdächtige wurde jetzt in der Psychiatrie …
Mann vor Edeka in Abensberg erschossen: Verdächtiger kommt in Psychiatrie

Kommentare