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Die Polizei hat die entlaufenen „Büxi“ mittlerweile verhaften können.

Neues Zuhause für „Büxi“

Entlaufene Kuh „festgenommen“ - so kam die Polizei ihr auf die Spur

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Gut drei Monate lang hat eine entlaufene Kuh ihr Leben in der freien niederbayerischen Natur verbracht - nun ist „Büxi“ gefasst.

Update 8. Februar, 11.19 Uhr: „Sie wurde am Donnerstagabend festgenommen“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein pensionierter Polizeibeamter, der zugleich Jäger ist, habe das Tier nahe Geisenhausen (Landkreis Landshut) mit einem Pfeil betäubt. Anschließend sei die Kuh von Tierschützern abgeholt und versorgt worden.

Nach Angaben einer Sprecherin hatte sich „Büxi“ regelmäßig abends am Futtersilo eines Bauernhofes bedient. Dort habe ihr der Polizist mit dem Betäubungsgewehr aufgelauert. Nach dem Treffer mit dem Pfeil sei sie noch etwa 150 Meter davongelaufen. Jedoch habe man ihre Spuren im Schnee gut verfolgen können. 

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„Büxi“ sei nach Gut Aiderbichl bei Deggendorf gebracht worden. „Büxi“ war im Oktober von einem Bauernhof in Geisenhausen ausgebüxt.

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dpa

Entlaufene Kuh hält Bayern weiter in Atem - so gelassen reagieren ihre „Besitzer“

Update 24. Januar, 11.12 Uhr: Die Landwirte Tanja und Josef Wiedenbeck nehmen den Rummel gelassen. Die namenlose Kuh gehörte ihnen nicht einmal: Sie sei im Oktober lediglich für ein paar Tage von einem Viehhändler auf ihrem Hof untergebracht worden, berichtet Tanja Wiedenbeck. Als die Kuh - damals noch ein Kalb - zu einem anderen Bauern zur Mästung gefahren werden sollte, sei sie über die Barriere gehüpft und auf und davon. Hunger leiden müsse die Kuh in freier Natur nicht, sagt die Landwirtin.

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Die Polizei spricht von einem „Katz-und-Maus-Spiel“. Die Kuh sei fast verwildert, was das Einfangen erschwere. Zum Betäuben müsste ein Tierarzt nahe an sie herankommen. Der Polizeisprecher bezweifelt, dass das möglich sein wird. Es soll jedenfalls verhindert werden, dass die Kuh vor ein Auto läuft oder einen Fußgänger angreift.

dpa

Mitten in Bayern: Irre Jagd auf wilde Kuh - Polizei warnt Bevölkerung 

Geisenhausen - Drei Monate lebt sie nun alleine draußen. Nur dieses Leben kennt die Kuh, ein Leben, von Instinkten geprägt. Im Oktober 2018 wurde der Bäuerin Tanja Wiedenbeck (46) ein Kalb in Obhut gegeben. Vom Viehhändler für zwei Tage. Als das Tier dann zum Weitertransport verladen werden sollte, kam es zu einem folgenschweren Ausbruch. „Das Kalb ist über die Barriere gesprungen - weg war’s“, sagt die Mutter von drei Kindern, die bei Geisenhausen (Kreis Landshut) mit ihrem Mann eine Bullenmast betreibt. Seither streift das braune Tier durch die Gegend, von Hof zu Hof, von Weide zu Wald. 

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Grundsätzlich sind Kühe durchaus gesellige Tiere. Mütter-Kühe sind zum Beispiel traurig, wenn ihre Kälber von ihnen getrennt werden und rufen nach ihnen, wie tz.de* berichtet

Dass die aggressive Kuh gefahrlos eingefangen werden kann, daran glaubt niemand mehr. Zunächst hörte sich das Ganze nach einer putzigen Geschichte an. Ein tierischer Robin Hood, verfolgt von Polizei, sogar per Hubschrauber und Drohne mit eigenem Steckbrief im Nachrichtendienst Twitter. Doch nach drei Monaten wird vor der mittlerweile 400 Kilo schweren Kuh, die keinen Namen hat, sogar offiziell gewarnt. Total verwildert, unberechenbar, bei Einfangversuchen handle sie äußerst aggressiv. Immer wieder wird die Kuh zwar gesehen, taucht aber wieder weg, bevor Einsatzkräfte sie stellen können. „Ein Katz-und-Maus-Spiel“, sagte ein Polizist. 

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Bäuerin befürchtet: „Die ist wild, hat richtig Kraft. Hunderte Kilo, das zerlegt dir alles.“ 

Bäuerin Wiedenbeck kennt solch’ Verhalten: „Viecher sind ned dumm.“ Ihre Scheu legt die Kuh nur ab, wenn es ums Fressen geht. Jetzt, im Winter, werde sie sogar an Silos von Höfen gesehen, wo sie unter den Planen nach Futter sucht. Kaum aber kommt der Landwirt ums Eck, ist sie schon wieder weg. Die Polizei treibt die Sorge um, dass es wegen der Kuh zu einem schweren Unfall kommt. Diese Sorge teilt Bäuerin Wiedenbeck. „Nicht auszudenken, was da passieren kann.“ Sie schätzt, dass Einfangversuche scheitern würden. „Die ist wild, hat richtig Kraft. Hunderte Kilo, das zerlegt dir alles.“ 

Die Polizei Vilsbiburg rät davon ab, sich dem Tier zu nähern. Außerdem haben sich die Beamten mit dem Landratsamt Landshut wegen der Kuh besprochen. Sollte von ihr eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgehen, wenn sie etwa auf eine viel befahrene Straße läuft, könnte je nach Lage entschieden werden: Das könnte auch zum Abschuss führen.

Eine nicht alltägliche Mission hatte die Polizei bei Nandlstadt zu erfüllen: Sie wurde gerufen, um einen ausgebüxten Esel nach Hause zu bringen, berichtet Merkur.de*.

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Ein tragisches Ende nahm kürzlich auch die Flucht einer Kuh in Niederbayern. Wochenlang sorgte das Tier für Aufsehen. Dann traf die Polizei eine Entscheidung.

*tz.de und Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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