Bayern erhält Limes-Museum

Ruffenhofen - In Bayern soll künftig ein eigenes Museum an den früheren römischen Grenzwall erinnern. Das sogenannte Limeseum soll auf dem Gelände des Römerparks Ruffenhofen (Landkreis Ansbach) entstehen.

Das Museum soll die Besucher vor allem über das Leben im früheren Reiterkastell Ruffenhofen informieren. Auch würden dort die Forschungen entlang des Limes von 1900 bis heute vorgestellt.

Das Museum biete auch Platz für Sonderausstellungen, die Betreuung von Schülergruppen, eine Fachbibliothek und archäologische Funde. Zum Museumskonzept gehöre auch eine Multimedia-Präsentation, die den Alltag im römischen Kastell und dem benachbarten Vicus (Dorf) Ruffenhofen anschaulich machen soll. Eröffnet werden soll das rund 3,275 Millionen Euro teure Projekt Ende nächsten Jahres. Einen wesentlichen Teil der Kosten übernehmen Bayern und der Bund.

Nach Erkenntnissen der Archäologen bestand das Kastell Ruffenhofen zwischen 100 und 260 nach Christus. Im Landkreis Ansbach verläuft der römische Grenzwall auf einer Länge von 28 Kilometern. Er ist heute allerdings nur noch an wenigen Stellen als unscheinbare Bodenwelle sichtbar. Der Wall diente den bis nach Süddeutschland vorgedrungenen Römern seinerzeit als Schutz vor Germanen-Überfällen. Zur Sicherung der Grenzanlage hatten die Römer ein Netz von Kastellen und Wachtürmen errichtet.

dpa

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