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Feuerteufel in Bayern festgenommen: Er ist selbst bei der Feuerwehr – Zahl der verursachten Brände unklar

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Von: Felix Herz

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Der Tatverdächtige war wohl für mehrere Brände in der Region verantwortlich (Symbolbild).
Der Tatverdächtige war wohl für mehrere Brände in der Region verantwortlich (Symbolbild). © Fotostand / IMAGO

Ein Feuer bricht in einem Mehrfamilienhaus aus – und ein Tatverdächtiger kann noch vor Ort festgenommen werden. Ist er für weitere Brände verantwortlich?

Schöllkrippen – Am späten Sonntagabend, 17. Juli, brach ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Schöllkrippen, Landkreis Aschaffenburg, aus. Glücklicherweise ist die Feuerwehr schnell vor Ort und kann Schlimmeres verhindern. Verletzt wurde niemand, aber ein hoher Sachschaden steht zu Buche. Noch vor Ort kann ein Tatverdächtiger festgenommen werden – ist er für weitere Brände in der Region verantwortlich?

Feuerteufel in Bayern? Tatverdächtiger ist bei der Jugendfeuerwehr

Es sind unangenehme Umstände und Fragen, mit denen man sich derzeit im Nordwesten Bayerns beschäftigen muss. Nach einem allem Anschein nach vorsätzlich gelegten Brand in der Hauptstraße von Schöllkrippen, nahm die Polizei sofort die Ermittlungen auf – und konnte innerhalb kürzester Zeit einen Erfolg vermelden: Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Inzwischen wurde der Jugendliche auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Amtsgericht vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Traurige Tatsache: Der junge Mann, der im Verdacht steht, das Feuer in dem Mehrfamilienhaus gelegt zu haben, ist selbst bei der Jugendfeuerwehr. Offen ist die Frage, ob der junge Feuerteufel auch für weitere Brände, die im Bereich Schneppenbach seit Ende Mai vermehrt auftraten, verantwortlich ist. Die Polizei schreibt in ihrer Pressemitteilung, es gelte nun zu klären, für „wie viele Brandfälle der Jugendliche möglicherweise noch verantwortlich ist“.

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Junger Brandleger in Haft: Schwere Vorwürfe an den Jugendlichen

Die Region sah sich seit Ende Mai mit gleich mehreren Bränden rund um Schneppenbach konfrontiert. Ende Mai brannte ein Mannschaftswagen der Feuerwehr aus. Mitte Juni stand ein Schuppen in Flammen, Anfang Juli eine Scheune und eine Garage, berichtet der BR rückblickend.

Weil der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg einen dringenden Tatverdacht der Brandstiftung und der schweren Brandstiftung bei dem Jugendlichen sieht, ordnete er Untersuchungshaft an. Nun sitzt er in einer Justizvollzuganstalt. Laut Polizei werden die weiteren Ermittlungen bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt. (fhz)

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