+
Die Feuerwehr in Wargolshausen feierte ihr Jubiläum mit einer „Malle-Party“ - und bekam Post vom Anwalt. (Symbolbild)

Feier geht nach hinten los

Feuerwehr feiert Jubiläum mit „Malle-Party“ - Monate später kommt die Quittung

Eine Freiwillige Feuerwehr aus Unterfranken hatte auf Facebook  zu einer „Malle-Party“ eingeladen. Für die Feierei gibt es am Ende Post vom Anwalt - und eine saftige Strafe.

Wargolshausen - Manche bezeichnen es als „17. Bundesland“, andere sehen es einfach als Synonym für Sonne, Strand und hemmungslose Partys. Das Wort „Malle“ ist jedenfalls sehr beliebt im deutschen Sprachgebrauch. Das dachte sich auch eine Freiwillige Feuerwehr aus Unterfranken, sie benannte letztes Jahr eine Jubiläums-Party mit besagtem Wort - und musste feststellen, dass der Gebrauch des Begriffs auch alles andere als lustige Seiten haben kann. Das berichtet die Mainpost.

Wargolshausen/Bayern: Freiwillige Feuerwehr lädt zu „Malle“ Party - es wird teuer

Wie die Zeitung weiter berichtet, hatte die Freiwillige Feuerwehr Wargolshausen auf Facebook zu einer Party geladen, um ihr 140-jähriges Bestehen zu feiern. Die Feuerwehrler luden zu einer „Mallorca-Party-XXL“ ein und verwendeten in der Einladung das Wort „Malle“. Aber nicht etwa im Veranstaltungsnamen, sondern im Beschreibungstext. Womit in Wargolshausen wohl niemand rechnete ist, dass den Veranstaltern die Party teuer zu stehen kommen sollte.

Auf einer Party in Bad Tölz flogen wegen eines Getränks die Fäuste. (*Merkur.de)

Einladung zu „Malle“-Party - dann kommt Post vom Anwalt nach Wargolshausen

Monate nach der Party dann die verzögerte Kater-Stimmung: Wegen der Facebook-Einladung lag plötzlich Post von einem Anwalt im Briefkasten. Ein Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen hatte sich 2002 das Wort „Malle“ schützen lassen. "Wir dachten zuerst natürlich, das ist eine Masche. Da will uns bestimmt jemand reinlegen. Doch nach intensiver Recherche mussten wir feststellen: Das Schreiben ist echt!“, so Susanne Chevallier, 2. Vorsitzende im Feuerwehrverein gegenüber der Mainpost.

Wer auf „Malle“ feiern will, muss seit diesem Jahr Zukunft auf deutlich strengere Benimmregeln achten. (*Merkur.de)

Wargolshausen/Unterfranken: Wegen „Malle“ - Feuerwehr kommt Party teuer zu stehen

Für die Freiwillige Feuerwehr in Wargolshausen, die den Begriff „Malle“ in ihrer Einladung genutzt hatte, ging es jetzt also um eine Strafzahlung. Denn nur wer das Recht dazu hat, darf geschützte Begriffe auch verwenden. Am Ende einigte sich der Feuerwehrverein außergerichtlich mit dem Unternehmer und zahlte einen vierstelligen Betrag. 

Der Bayerische Rundfunk klärt darüber auf, was hinter der Problematik steckt: So hatte sich der Unternehmer aus NRW den Begriff „Malle“ für unter anderem Partys sichern lassen. Computerprogramme scannen dann das Internet ab, um unerlaubte Verwendungen des Worts zu finden. Die Freiwillige Feuerwehr in Wargolshausen wird also in Zukunft wohl kaum mehr „Malle“-Partys feiern. 

Immer wieder kommt es auf Mallorca auch zu tragischen Unfällen. Ein junger Mann starb Anfang des Monats auf der Insel. (*Merkur.de)

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Meistgelesene Artikel

Schock in Ingolstadt: Frauenleiche in Anwesen gefunden - überraschende Details zum Todeszeitpunkt
Schock in Ingolstadt: Eine Frau wurde tot auf ihrem Anwesen aufgefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.
Schock in Ingolstadt: Frauenleiche in Anwesen gefunden - überraschende Details zum Todeszeitpunkt
Die Wiege der Menschheit liegt in Pforzen
In einem Dorf im Ostallgäu hat der Mensch den aufrechten Gang erlernt. Wirklich wahr. 
Die Wiege der Menschheit liegt in Pforzen
Männer schubsen Jugendliche vor S-Bahn in den Tod - Verteidiger bestreitet Tötungsabsicht
In Nürnberg wurden zwei Jugendliche zwei Jugendliche von einer S-Bahn überrollt - nachdem sie geschubst wurden. Nun stehen die beiden Angeklagten vor Gericht.
Männer schubsen Jugendliche vor S-Bahn in den Tod - Verteidiger bestreitet Tötungsabsicht
Illegales Straßenrennen: Todesfahrer zeigt vor Gericht Reue - Bundespolizist suspendiert
Der „Raserunfall von Kalteck“ sorgte im vergangenen Sommer für Entsetzen. Nun müssen sich die Täter vor Gericht verantworten.
Illegales Straßenrennen: Todesfahrer zeigt vor Gericht Reue - Bundespolizist suspendiert

Kommentare