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Söder legt in Winnetou-Debatte nach: „Nimmt langsam absurde Züge an“ – ARD antwortet

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Von: Felix Herz

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Im Zuge der Rassismus-Debatte entschied die ARD jüngst, keine Winnetou-Filme mehr zu zeigen. Markus Söder kritisierte die Maßnahme nun auf Twitter.

München – Alles begann mit einem Kinofilm. Vor wenigen Wochen startete der Kinderfilm „Der junge Häuptling Winnetou“ in Deutschland. Das Buch zum Film veröffentlichte indessen Ravensburger – dann sah sich der Verlag aber teils heftiger Kritik ausgesetzt. Der Vorwurf: Die Geschichte rund Winnetou und Old Shatterhand bediene rassistische Klischees und verkläre die historische Wirklichkeit.

Die ARD entschied jüngst, keine Winnetou-Filme mehr zu zeigen – dazu meldete sich Markus Söder nun auf Twitter zu Wort.
Die ARD entschied jüngst, keine Winnetou-Filme mehr zu zeigen – dazu meldete sich Markus Söder nun auf Twitter zu Wort. © Future Image / Horst Rudel / IMAGO / Merkur-Collage

Ravensburger entschied sich, die Veröffentlichung des Buches zurückzuziehen – was wiederum heftige Kritik auf der anderen Seite hervorrief. Bereits dazu tat der bayerische Ministerpräsident, Markus Söder, seine Meinung vielsagend kund. Jetzt entschied sich die ARD im Zuge der Rassismus-Debatte, die Winnetou-Filme aus dem Programm zu nehmen – und Söder meldete sich erneut auf Twitter zu Wort.

Söder auf Twitter: ARD-Entscheidung zu Winnetou „falsch“

Es ist eine aufgeheizte Debatte, die sich rund um die Figuren von Karl May derzeit quer durch die Gesellschaft zieht. Neben den üblichen Wellen in den Weiten des Internets meldeten sich auch Politiker und Promis zu Wort. Markus Söder kritisierte bereits die Ravensburger-Entscheidung, die Kinderbücher aus dem Sortiment zu nehmen, indem er den Beitrag eines CSU-Parteikollegen mit den Worten „absolut“ teilte. Zur ARD-Entscheidung verfasste er nun eigene Worte, in denen er beide Fälle kritisierte. Es ist falsch, aus „Sorge vor Kritik“ Einzelner, Winnetou zu verbannen, so der 55-Jährige.

Winnetou und Old Shatterhand waren Idole ganzer Generationen.“

Markus Söder im Zuge der Winnetou-Debatte

Die Figuren Karl Mays seien Idole ganzer Generationen, stellt Söder voran. „Bei allem Verständnis, nimmt das langsam absurde Züge an“, setzt er dann noch wortstark als Schlusspunkt.

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Söder mit Winnetou-Botschaft auf Twitter: User mit Kritik

Auf Twitter erntete der bayerische Ministerpräsident teils scharfe Kritik für seinen Beitrag. Ein User weist ihn auf den Umstand hin, dass die ARD bereits 2020 die Lizenzen für die Filme hatte auslaufen lassen und lediglich keine neuen erwerben würde. Ein anderer Nutzer bittet ihn, sich „endlich“ um die Probleme Bayerns zu kümmern.

Sogar das Twitter-Konto der ARD selbst meldete sich unter Söders Tweet zu Wort und weist darauf hin, dass die Lizenzen bereits vor zwei Jahren abgelaufen waren und das Nein zur Erneuerung rein wirtschaftliche Gründe habe.

Mehrere User werfen Söder vor, auf die Schlagzeile der BILD hereingefallen zu sein. Andere äußerten ihre Zustimmung für die Worte des CSU-Parteichefs. Ein Nutzer fordert vom Ministerpräsidenten, auf die ARD-Erklärung in den Kommentaren des Threads zu antworten. Bleibt abzuwarten, ob da noch was kommt – sicher scheint nur, dass die Debatte noch nicht beendet ist. (fhz)

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