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Kultusminister Ludwig Spaenle fordert "Vergleichbarkeit in der Bildung".

Bayern fordert Abi-Staatsvertrag

Berlin/München - Die Bundesländer Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben einen Staatsvertrag zur Qualitätssicherung von Abitur und Realschulabschluss vorgeschlagen.

Auch die anderen Bundesländer seien eingeladen, dabei mitzumachen, versicherten die Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU/Bayern), Roland Wöller (CDU/Sachsen) und Henry Tesch (CDU/Mecklenburg Vorpommern) am Freitag in Berlin. Ziel ist zunächst die Entwicklung eines gemeinsamen Länder- Aufgabenpools für die Abiturprüfungen in Mathematik, Deutsch und Englisch. Andere Fächer und auch Aufgaben für den Realschulabschluss sollen folgen. Tesch sagte, man habe sich in der Kultusministerkonferenz zwar auf einheitliche Bildungsstandards verständigt. Die konkrete Umsetzung in den Schulen komme aber in einigen Ländern nur schleppend voran.

Bereits für die nächste Abiturprüfung 2012 sollten erste gemeinsame Aufgaben vorliegen. Ab 2013 sollten dann für alle Aufgaben gemeinsame Kriterien gültig sein. “Wir müssen als Länder für die jungen Menschen Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit in der Bildung garantieren - Bildung aus der Berliner Zentrale ist der falsche Weg“, sagte Spaenle. Familien dürften bei Umzügen von einem Bundesland in ein anderes keine Nachteile haben. Bisher arbeiten sieben Bundesländer gemeinsam an dem angestrebten Aufgabenpool für das Abitur. Neben Bayern, Sachsen und Mecklenburg- Vorpommern sind dies Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Forderung nach einem Staatsvertrag wird aber nicht von allen Ländern geteilt. Bislang ist die gegenseitige Anerkennung der Schulabschlüsse in Deutschland durch das Hamburger Länderabkommen von 1965 gesichert. Es wurde mehrfach fortgeschrieben. Parallel zu den Aktivitäten der sieben Länder arbeitet auch die Kultusministerkonferenz an der Entwicklung von gemeinsamen Bildungsstandards für das Abitur.

dpa

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