Bayern gegen Kürzung der Milch-Zuschüsse

Heimertingen/München - Gemeinsam mit Baden-Württemberg setzt sich Bayern gegen eine Kürzung der Förderung für die Milchbauern ein.

Bei einem Treffen in Heimertingen (Landkreis Unterallgäu) unterzeichneten Agrarminister Helmut Brunner (CSU) und sein Amtskollege Rudolf Köberle (CDU) am Donnerstag eine gemeinsame Erklärung zur Milchwirtschaft. Darin heißt es unter anderem, dass Innovation und Forschung, Bildung und Beratung, insbesondere in der Milchviehhaltung und im Molkereisektor, auf hohem Niveau erhalten werden müssten. Das teilte Brunners Ministerium mit.

Zur Nutzung von Synergien und zur besseren Ausschöpfung von EU-Programmen soll die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Baden-Württemberg weiter ausgebaut werden. “Die Milchwirtschaft ist vor allem in den Grünland-, Mittelgebirgs- und Bergregionen ein unentbehrlicher Wirtschaftsfaktor, der nicht nur Arbeitsplätze sichert, sondern auch wertvolle Natur- und Kulturräume erhält“, sagten Brunner und Köberle laut Mitteilung. Damit die Milchwirtschaft das auch künftig leisten könne, müsse sie von der EU-Agrarpolitik auch nach 2013 entsprechend gefördert werden.

Sowohl Bayern als auch Baden-Württemberg fordern ein funktionsfähiges “Sicherheitsnetz“ der EU, um bei außergewöhnlichen Marktkrisen die Preise stabilisieren zu können. Um die Milchviehbetriebe zu entlasten, fordern sie zudem eine Befreiung von bürokratischen Auflagen.

dpa

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