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Der Winter - und sei er noch so hart - kann kommen.

Bayern gerüstet: Der Winter kann kommen

Nürnberg - Nach dem Bau von zentralen Streusalzlagern sehen sich die bayerischen Straßen- und Autobahnmeistereien selbst für härteste Winter gerüstet. Auch extreme Wetterlagen sollen keine Probleme bereiten.

Derzeit halte der Freistaat rund 500 000 Tonnen Streugut bereit. Selbst im harten Winter 2009/2010 habe der Streusalzbedarf nur bei 467 000 Tonnen gelegen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Nürnberg-Fischbach. Im vergangenen Winter seien trotz starken Schneefalls im November und Dezember gar nur 412 000 Tonnen verbraucht worden.

Nach Herrmanns Worten entstanden in den vergangenen Monaten neue zentrale Salzlager in Deggendorf, Kulmbach, Regensburg, Sand am Main (Landkreis Haßberge), Schwarzenfeld (Landkreis Schwandorf) und Wasserburg. Weitere Zentrallager - sie versorgen die regionalen Straßenmeistereien mit Streusalz - seien in Kempten, Krumbach (Landkreis Günzburg) und Nürnberg geplant. “Damit können wir auch bei extremen Wetterlagen den Winterdienst auf den Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen gewährleisten“, stellte Herrmann fest.

Die Wettervorhersage für Bayern

Mit dem Bau der neuen Lager zogen die Straßen- und Autobahnmeistereien eine Lehre aus dem Streusalzengpass im vergangenen Jahr. Damals hatte der früh einsetzende Winter mit ergiebigem Schneefall bis kurz vor Weihnachten für einen Dauereinsatz des Winterdienstes gesorgt. Bis Mitte Dezember waren die Lager fast leergeräumt. Da auch die Industrie zeitweise nicht mehr liefern konnte, drohte gegen Jahresende ein Kollaps.

Die hohen Kosten für den Winterdienst von 91 Millionen Euro im vergangenen Jahr hält Herrmann für unverzichtbar: “Allein ein Tag Winterdienst mit Volleinsatz kostet die Straßenbauverwaltung bis zu zwei Millionen Euro. Das ist sicherlich sehr viel Geld; doch gesamtwirtschaftlich rechnet sich dieser Mittelseinsatz.“ Schließlich verursachten Unfälle und Staus auf glatten Straßen ungleich höhere Kosten. Nach den Angaben halten 99 Straßen- und Autobahnmeistereien mit 3000 Beschäftigten und 700 Fahrzeugen 22 500 Kilometer bayerische Straßen schnee- und eisfrei.

dpa

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