Heftige Gewitter mit Starkregen

Bayern von Gewitterfront schwer getroffen - DWD warnt bereits vor neuen Unwettern

  • Thomas Eldersch
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  • Josef Forster
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Für den Süden Bayerns wurden für den Montagabend heftige Unwetter vorhergesagt. Die schweren Gewitter hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Jetzt droht neues Ungemach.

Update vom 27. Juli: Nicht nur das Allgäu hat das Unwetter von Montagabend heftig erwischt. Auch im Oberland mussten die Feuerwehren im Minutentakt ausrücken. Besonders betroffen war dabei der Landkreis Miesbach*. In den Orten Weyarn und Valley kamen Hagelkörner mit mehreren Zentimetern Durchmesser runter. Zahlreiche Autos und Fensterscheiben wurden in Mitleidenschaft gezogen. Viele Straßen versanken unter Wasser- und Schlammmassen. Bis weit nach Mitternacht waren die Einsatzkräfte beschäftigt Höfe und Häuser vor Überschwemmungen zu bewahren.

Auch einige Kilometer weiter westlich im Landkreis Garmisch-Partenkirchen* wütete das Unwetter. Hier kamen ebenfalls Hagelkörner in der Größe von Golfbällen vom Himmel geschossen. Bis zu sechs Zentimeter maßen die Eiskugeln. Auf der A95 kam es wegen der nassen Fahrbahn zu einem Unfall. Ein Mercedes-Fahrer hatte seine Geschwindigkeit nicht angepasst und ist gegen die Leitplanke gerauscht. Verletzt wurde dabei niemand.

Vorhersage gibt wenig Hoffnung auf Entspannung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat auch für Dienstagnachmittag und -abend Gewitter und Unwetter vorhergesagt. Diese fallen aber wohl nicht so heftig aus, wie noch die Tage zuvor. Dennoch kann es im südlichen Alpenvorland zu Starkregen kommen. Dabei können rund 15 bis 25 Liter in kürzester Zeit auf den Quadratmeter niederprasseln. Es besteht auch die Möglichkeit von Hagel und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern. In der Nacht auf Mittwoch kann es dann auch in Franken ungemütlich werden. Dort wird schauerartiger Regen vorhergesagt. Tagsüber steigt das Thermometer auf bis zu 28 Grad. Nachts pendeln sich die Werte zwischen 13 und 17 Grad ein.

Schwere Gewitter zogen über Bayern hinweg

Heftige Unwetter sorgten für Überschwemmungen in Bayern

Erstmeldung vom 26. Juli: Sonthofen/München - Heftige Gewitter mit Starkregen* haben am frühen Montagabend in Südbayern erneut für Überschwemmungen gesorgt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Kempten musste die Feuerwehr im Oberallgäu ausrücken, um Keller auszupumpen. Der Einsatzschwerpunkt lag nach Angaben der Einsatzkräfte in Sonthofen, insgesamt wurden etwa 70 unwetterbedingte Einsätze gezählt.

Unwetter in Bayern: Südliches Allgäu von Starkregen und lokalen Überschwemmungen betroffen

Zwischen 16.40 und 19.10 Uhr trafen die meisten Notrufe in den Einsatzstellen im südlichen Allgäu ein. Heftige Regenfälle und Hagel sorgten für massive Verkehrsstörungen, einzelne Straßen waren nicht mehr befahrbar. Bei den Einsätzen am frühen Montagabend waren nahezu alle Feuerwehren aus dem südlichen Allgäu im Einsatz. Zu Verletzten durch die Naturgewalt kam es nach ersten Erkenntnissen nicht. Obwohl etwa 40 Liter Regen pro Quadratmeter in Sonthofen erwartet wurden, kamen letztlich 70 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel, wie der Hochwassernachrichtendienst meldete. Mit gravierenden Folgen. Ein Video zeigt, wie ein Auto von den Flutmassen in Rettenberg (Oberallgäu) weggespült* wird. Doch nicht nur im Allgäu sorgte das Unwetter für Chaos.

Gewitterfront über Bayern: Landkreise in Oberbayern von Regenmassen betroffen

Auch über der Landeshauptstadt München donnerte es kräftig, eine amtliche Unwetterwarnung für die Stadt und Landkreis* warnte die Menschen zuvor. Der BR berichtete von heftigen Hagelschauern im Raum Bruckmühl, Bad Aibling und Rosenheim, auch Rosenheim und Holzkirchen sind von den Unwettern betroffen. Der Deutsche Wetterdienst sieht von einer Entwarnung ab. In der Nacht zum Dienstag warnt der DWD in Alpennähe weiter vor Starkregen um 40 l/qm und Hagel um drei Zentimeter. Auch orkanartige Böen um 110 km/h nicht ausgeschlossen werden. Erst in der zweiten Nachthälfte soll die Intensität nachlassen. (jjf) *Merkur.de/bayern und *tz.de/muenchen ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Davor Knappmeyer/dpa

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