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Hitze-Warnungen in Bayern: Münchner Wetter-Experte klärt auf - diese Personen müssen vorsichtig sein

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Von: Marion Neumann

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Eine Sonnenblume leidet unter der Hitze. Im Hintergrund brennt die Sonne.
Hitze in Bayern: An bestimmten Tagen gelten amtliche Warnungen. © Sebastian Kahnert/dpa

Nicht selten klettern die Temperaturen im Sommer in Bayern über 30 Grad. Vor Hitze gibt es dann sogar amtliche Warnungen - ein Münchner Wetter-Experte äußert sich dazu.

München - Mit dem Hochsommer in Bayern kommt auch die Hitze. Nicht selten klettern Temperaturen dabei über 30 Grad. Wer die Sommer-Tage am See oder im Freibad genießen kann, hat Glück - doch mit den hohen Temperaturen gehen auch Gefahren einher. Nicht selten warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) sogar amtlich vor Hitze. In den Hitze-Warnungen des Wetterdienstes ist dann von einer „starken Wärmebelastung“ die Rede.

Wetter in Bayern: Hitze-Warnungen für den Freistaat - DWD-Metorologe gibt Auskunft

Doch was ist eigentlich genau gemeint mit „starken Wärmebelastung“? Dominik Smieskol, Meteorologe und Wetter-Berater vom Deutschen Wetterdienst in München, kann das genauer erklären. „Die Wärmebelastung ist nicht nur von der Lufttemperatur abhängig. Es geht dabei eher um die gefühlte Temperatur“, sagt er. Bei einer starken Wärmebelastung liege die gefühlte Temperatur bei etwa 34 Grad mit schwüler Hitze.

Der Wetter-Berater äußert sich auch zum Sommer 2020 im Freistaat. Am 31. Juli und 1. August wurden die bis dahin heißesten Tage des Jahres erwartet. Zu diesem Zeitpunkt gab der DWD auch die erste Hitze-Warnung des Jahres heraus. „Bislang gab es in diesem Sommer noch nicht viele ganz heiße Tage“, sagt er. Nur ein oder zweimal sei die 30-Grad-Marke davor geknackt worden. Mit bis zu 31 Grad in München und 32 Grad in Regensburg* wurden diese Werte daraufhin überschritten. Es folgten mehrere Hitze-Tage am Stück, für die der Wetterdienst warnte.

Hitze-Warnungen für Bayern:  Wetter-Experte wird deutlich - Corona-Risikogruppen aufgepasst 

Gerade Senioren oder andere Personengruppen, die Probleme mit Hitze haben, sollten die Sonne an Tagen, an denen amtliche Hitze-Warnungen gelten, vor allem um die Mittagszeit und am Nachmittag meiden. Aufgrund der Corona-Lage in Bayern könnte sich der Meteorologe vorstellen, dass noch mehr Menschen in diesem Sommer besondere Vorsicht walten lassen. „Das fällt eigentlich bereits in den medizin-meteorologischen Bereich - aber ich denke, wir sind aktuell alle etwas vorsichtiger, wenn es um unsere Gesundheit geht“, erklärt er. Aufgrund von Hitze könnte das menschliche Immunsystem geschwächt sein und weniger gut reagieren, vermutet er. „Einen direkten Zusammenhang zwischen Covid-19 und der Hitze gibt es allerdings nicht“, so der Wetter-Experte weiter.

Für die Natur seien durch die Hitze bei nur wenigen heißen Tagen dagegen noch keine außergewöhnlichen Probleme zu erwarten. Lediglich die Waldbrandgefahr kann in solchen Fällen schnell steigen. Für die Tierwelt seien die hohen Temperaturen jedoch grundsätzlich eine Belastung: „Für Vierbeiner werden solche heißen Tage nicht besonders angenehm.“

Hitze-Tage in Bayern: Drohen nach Hitze-Warnungen immer Unwetter und Gewitter?

Mehreren Hitze-Tagen am Stück enden häufig in Unwettern* mit Gewittern, erklärt der Meteorologe weiter. „Gewitter bringen dann meist Abkühlung“, so der Wetter-Experte. Im Vergleich zu den Vorjahren handle es sich beim Sommer 2020 in Bayern im Übrigen um ein „normales Gewitter-Jahr“. „Die letzten beiden Jahre sind sehr hochdrucklastig gewesen - deshalb gab es weniger Gewitter“, sagt Smieskol. (nema)

Video: Steigende Waldbrandgefahr durch Hitze in Bayern

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