TK: Bayern Hochburg für Zappelphilipp-Pillen

München - Bayern ist nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) eine Hochburg für Ritalin und Co. Medikamente gegen das Zappelphillippsyndrom sind im Freistaat so oft verordnet worden wie sonst kaum wo.

Rund 48 000 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren im Freistaat bekommen nach einer Hochrechnung der Krankenkasse diese Pillen gegen das “Zappelphilippsyndrom“ ADS. Damit liegt Bayern deutschlandweit an vierter Stelle und bei den Flächenländern sogar auf Platz zwei.

Im Jahr 2009 hatten 32 von 1000 bei der TK versicherte Kinder in Bayern Medikamente gegen das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS) bekommen, durch Hochrechnungen kam die Krankenkasse auf die Zahl 48 000. Das sind ein Viertel mehr als noch im Jahr 2006.

Gleichzeitig werden laut TK pro ADS-Patient auch immer mehr Pillen verschrieben. 2006 waren es im Schnitt noch 163 Tagesdosen, drei Jahre später schon 197.

dpa

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