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Thomas Kreuzer

Bayern hofft auf US-Truppen

Kreuth/Grafenwöhr – Im Kampf um den Erhalt von US-Standorten steuert Bayern auf einen Teilerfolg zu. Zumindest eine der zwei Brigaden der US-Army könnte im Freistaat erhalten bleiben, heißt es in Münchner Regierungskreisen.

US-Präsident Barack Obama hatte jüngst angekündigt, die Truppenpräsenz in ganz Europa massiv zu senken. Bisher sind 20.000 Soldaten und 5000 zivile Mitarbeiter in Bayern stationiert. Die USA sind damit einer der größten Arbeitgeber, Investoren und Auftraggeber für deutsche Betriebe. In den vergangenen Jahren investierte das Land allein im strukturschwachen Grafenwöhr fast eine Milliarde Euro. „Wir haben größtes Interesse, dass möglichst viele amerikanische Soldaten bei uns bleiben“, sagte Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) unserer Zeitung.

Kreuzer flog von der Fraktionsklausur in Kreuth aus kurzfristig per Hubschrauber zu einem Treffen mit Drei-Sterne-General Mark P. Hertling, der vor einem Jahr von Obama entsandt wurde, um das 42 000 Mann starke Heer in Europa zu kommandieren. „Wir sind guter Hoffnung, dass der Standort Grafenwöhr erhalten bleibt“, sagte Kreuzer. Als möglich gilt in informierten Kreisen ein Aus für die kleineren Standorte Schweinfurt und Bamberg. Ende Januar fliegt der mit Militär-Fragen gut vertraute Innenminister Joachim Herrmann nach Washington. Regierungschef Horst Seehofer will bei der Münchner Sicherheitskonferenz für Bayern werben.

cd

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