Immer mehr wollen im Freistaat leben – aber nicht überall

Bayern-Karte: Wo’s die Zuagroasten hinzieht

Immer mehr Menschen wollen bei uns in Bayern leben - allerdings nicht überall. Unsere große Übersichtskarte zeigt, welche Landkreise besonders beliebt sind und wo die meisten Zuagroasten hinziehen.

Joachim Herrmann (CSU)

München - Die Bevölkerung in Bayern wächst – und sie wird älter. Im Jahr 2036 werden im Freistaat voraussichtlich fast 13,5 Millionen Menschen leben, das Durchschnittsalter wird bis dahin wohl um zweieinhalb auf 46 Jahre ansteigen. Das teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München mit. Die Zahlen basieren auf Berechnungen des Landesamtes für Statistik in Fürth. 

Oberbayern top, Mittelfranken flop

Doch das Bevölkerungswachstum ist ungleich verteilt: In Unter- und Mittelfranken werden 2036 wohl über 100 000 Menschen weniger wohnen als heute. Oberbayern hingegen soll um bis zu zehn Prozent wachsen – vor allem das Umland der Landeshauptstadt München. Wo die Zugroasten hinziehen, zeigt diese Karte:

Zum Vergrößern auf das Kreuz in der rechten oberen Ecke klicken.
  • Bayern wächst: Die Statistiker sagen voraus: Die Gesamtbevölkerungwächstum 4 Prozent – von rund 12,9 Millionen(Stand Ende 2016) auf dann fast 13,5 Millionen Menschen im Jahr 2036. Den Bevölkerungszuwachs erklärt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann damit, „dass mehr Menschen nach Bayern ziehen als aus Bayern wegziehen“. 
  • Die Gewinner: Die größte Zunahme an Zugroasten soll laut Landesamt für Statistik die niederbayerische Stadt Landshut haben. Hier wird mit einer Zuwanderung von 17,8 Prozent gerechnet. Aber auch die Landeshauptstadt wird weiter wachsen: Im Jahr 2036 werden hier fast 1,64 Millionen Menschen leben, ein Zuwachs von 175 000 Bürgern. Auch der Landkreis München sowie die angrenzenden Landkreise werden mehr Einwohner gewinnen als der Rest Bayerns. Die Zuwächse betragen zwischen 12 Prozent(Kreis Fürstenfeldbruck) und rund 16 Prozent im Kreis Dachau. 
  • Die Verlierer: Die größte Abnahme an Einwohnern von bis zu 15,3 Prozent wird in den Landkreisen Wunsiedel,Tirschenreuth, Hof, Kulmbach und Kronach erwartet. 
  • Altersstruktur: In ganz Bayern wird das Durchschnittsalter zunehmen: von 43,6 auf 46 Jahre im Jahr 2036. Bayern wird älter! Deutlich wird das bei der Altersstruktur: Die Gruppe der Menschen von 45 bis 65 macht derzeit etwa 3,83 Millionen aus – und schiebt in den kommenden Jahren unaufhaltsam in die höheren Altersjahre. Bedeutet: Die Gruppe der über 65-Jährigen wird von heute 2,6 Millionen Menschen um fast eine Million ansteigen. 
  • Bilanz: Um die Ballungsräume zu entlasten, muss der ländliche Raum gestärkt werden. Minister Herrmann: „Das bedeutet vor allem: Ausreichender und bezahlbarer Wohnraum, attraktive Arbeitsplätze, gute Infrastruktur insbesondere in den Bereichen Verkehr, Internet und Kinderbetreuung.“

    Auch interessant:

    Neue Studie zum Wohnungsmarkt: Die Preise für alle Stadtviertel

    Darum sollte jeder Münchner unsere Stadtviertel-Seiten auf Facebook kennen:
    Welches ist Ihr Münchner Viertel? Sendling? Ramersdorf? Moosach? Das Westend? Wir haben Facebook-Seiten gegründet, auf denen wir alles Wichtige, Aufregende und Schöne und Ihre Liebe zu diesem einen Viertel mit Ihnen teilen. Hier entlang zur Liste.

Video: Zugereiste Studentin sucht Wohnung in München und landet hier

Deutschlands härtester Wohnungsmarkt lässt Neuankömmlinge bei ihrer Suche verzweifeln. Die Zeit rennt, das Geld ist knapp. Gibt es am Ende dann nur noch diesen Ausweg? Mehr im Video.

tz

Meistgelesene Artikel

Mann schlägt auf streitende Soldaten ein - 19-Jähriger will helfen und wird mit Messer attackiert
In Amberg sind zwei Soldaten in Streit geraten. Plötzlich mischte sich ein dritter Mann ein und schlug beiden ins Gesicht. Ein 19-Jähriger, der helfen wollte, wurde mit …
Mann schlägt auf streitende Soldaten ein - 19-Jähriger will helfen und wird mit Messer attackiert
Kinder spielen mit echt aussehenden Waffen - Passanten alarmieren sofort Polizei
Für einen Großeinsatz der Polizei sorgten zwei Kindern in der Nürnberger U-Bahn. Passanten hatten gesehen, wie sie mit Waffen spielten.
Kinder spielen mit echt aussehenden Waffen - Passanten alarmieren sofort Polizei
Gläserne Toilette wird zum Internet-Hit: In Backwerk-Filiale ist wirklich alles sichtbar
In Aschaffenburg in Bayern sorgt eine gläserne Toilette bei der Lebensmittelkette Backwerk für Aufsehen. Twitter-Nutzer amüsieren sich, das Unternehmen reagiert - mit …
Gläserne Toilette wird zum Internet-Hit: In Backwerk-Filiale ist wirklich alles sichtbar
„Dann kommen wir nicht wieder“: Frau sagt Gemeinheit über Kind - Wirt macht deutliche Ansage
In einem Gasthof in Veilbronn (Landkreis Bamberg) geht eine Frau verbal auf ein behindertes Kind los. Als der Wirt das hört, reagiert er genau richtig. 
„Dann kommen wir nicht wieder“: Frau sagt Gemeinheit über Kind - Wirt macht deutliche Ansage

Kommentare

CorbisonAntwort
(0)(0)

Komisch, dass man es nicht fertig bringt in Nordeutschland mehr Jobs zu schaffen. Tut mir leid für Sie, dass Sie ihre schöne Heimat verlassen mussten und jetzt in Bayern leben müssen. Schicksale gibt's !

LexlegisAntwort
(0)(0)

Mir wärs lieber, wenn diese Unsinn einfach unter die Sportnachrichten kommentiert wird. Jedes Mal, wenn ein Ausländer ein Tor für einen Deutschen Verein schießt - also wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Tore, kann losposaunt werden über offene Grenzen, "wer hat den denn reingelassen", Abschiebung etc etc. Da muss ich wenigstens nicht lesen...

WolleAntwort
(0)(0)

Ich will gar nichts im Umkehrschluss sagen. Bei mir geht's auch ohne Heuchelei.
Ich will nur sagen: Wenn alle nicht bayrisch sprechenden Bürger aus München verschwinden, kann man die Stadt zusperren und keinem fällt es weiter auf.
Und einige Werke werden auch geschlossen bleiben.