Polizei trifft Entscheidung

Entlaufende Kuh sorgt wochenlang für Aufregung - jetzt nimmt ihre Flucht ein tragisches Ende

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Eine Kuh sorgte im Landkreis Landshut für Aufregung. Verschiedene Pläne wurden geschmiedet, um das Tier einzufangen. Doch jetzt nahm die Geschichte ein tragisches Ende. 

  • Eine freilaufende Kuh sorgt im Landkreis Landshut für Aufregung.
  • An betroffener Stelle wurden sogar Warnschilder aufgestellt.
  • Nun nahm die Flucht des Tieres ein tragisches Ende. 

Update vom 13. Januar: Für die entlaufende Kuh im Landkreis Landshut gab es kein Happy End. Wie die Polizei berichtet, war das Tier am Sonntag mitten auf der Kreisstraße LA 1 gelaufen. Ein Autofahrer konnte gerade noch ausweichen und verständigte die Behörden. 

Als sich Polizisten schließlich der Kuh näherten, lief sie zunächst davon, kehrte aber wieder auf die Straße zurück. Auch der Besitzer der Kuh sei herbeigeeilt. Da die Gefahr eines Unfalls bestanden habe, hätten sich die Polizisten schließlich in Absprache mit dem Besitzer „schweren Herzens“ entschlossen, die Kuh zu erschießen. Mit einem gezielten Schuss endete die lang andauernde Flucht des Tieres. 

Entlaufende Kuh in Niederbayern: Tier lässt sich nicht einfangen

Wurmsham - Gibt es einen neuen Fall Büxi? Eine entlaufene Kuh sorgt derzeit im Landkreis Landshut für Aufsehen. Der betroffene Ort liegt nur wenige Kilometer entfernt von Geisenhausen, wo im Februar 2019 die ausgebüxte Kuh „Büxi“ über Monate für reichlich Schlagzeilen sorgte. Und auch die aktuelle - noch namenlose - Kuh macht derzeitkeinerlei Anstalten, sich wieder einfangen zu lassen

Video: Die entlaufene Kuh hatte es sogar ins Fernsehen geschafft

Behörden reagieren auf freilaufende Kuh in Wurmsham 

Seit ungefähr zwei Wochen steht auf der Kreisstraße zwischen Margarethen und Hasenreit im Landkreis Landshut ein brandneues Tempo-70-Schild, wie die Polizei auf Anfrage des Merkur berichtet. Verkehrsteilnehmer werden zunächst per Hinweisschild auf eine Gefahr hingewiesen, kurz darauf folgt das Geschwindigkeitszeichen. Doch vor welcher Gefahr hier konkret gewarnt wird, ist nicht ersichtlich. Nachdem man als Autofahrer den Wald entlang der Straße hinter sich gelassen hat, wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auch schon wieder aufgehoben. 

Nun ist klar: Seit Dezember gibt es in Wurmsham eine neue freilaufende und vermutlich entlaufene Kuh, die auf der Flucht ist. Das Tier wurde bereits mehrfach beim Überqueren der Kreisstraße im Bereich des Waldes beobachtet. Auch auf umliegenden Feldern ist das Tier immer wieder zu sehen. Versuche, das Tier einzufangen, scheiterten bislang.  

Neue Schilder auf der Kreisstraße: Autofahrer müssen langsamer fahren, um eine Kollision mit dem Tier zu vermeiden. 

Bauer will Kuh in Wurmsham mit ihrer Leib- und Magenspeise anlocken

Wie die Kuh es überhaupt in die Freiheit und in das nahe Waldstück geschafft hat, ist unbekannt. Klar ist aber: Die Kuh gehört einem ortsansässigen Bauern. Dieser versucht seit zwei Wochen, die Kuh mit Heu anzulocken. Anschließend soll sie von einem Tierarzt betäubt und wieder in den heimischen Stall verfrachtet werden. Bislang allerdings, so berichtet die Polizei im Gespräch, hat dieses Vorhaben noch keine Früchte getragen. 

Einfach abgeschossen soll und darf eine entlaufene Kuh nicht. Dafür bedarf es einer Abschussgenehmigung, die laut Polizei nicht vorliegt. Aktuell laute die Devise, das Tier lebendig einzufangen, zumal es bislang keinerlei Vorfälle im Straßenverkehr gab. „Die betroffene Kreisstraße LA1 ist nicht übermäßig befahren, außerdem gilt ja nun Tempo 70“, berichtet ein Polizeisprecher. Außerdem macht die Polizei deutlich: Eine Kuh habe zwar sehr viel Masse, aber sei auch sehr träge. Von Wildschweinen oder Rehen, die urplötzlich über die Straße bewegen, gehe eine viel größere Gefahr aus.   

Entlaufene Kuh in Wurmsham: Jeder denkt an Kuh Büxi

Erst vor rund einem Jahr machte im nahen Oberhaarbach südlich von Geisenhausen, ebenfalls im Landkreis Landshut, die Kuh Büxi Schlagzeilen. Nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt von Wurmsham büxte damals eine Kuh beim Verladen auf einen Tiertransporter aus. Ihr gelang es damals rund drei Monate lang, in einem Waldstück auszuharren. Erst ein pensionierter Polizist konnte die Kuh damals betäuben, wie Merkur.de berichtete. Heute verbringt sie ihr Dasein auf einem Bauernhof. Auch Kuh Liesl im Landkreis Starnberg sorgte 2019 für Aufsehen, weil sie immer wieder ausbüxte

Es bleibt abzuwarten, ob die aktuell im Wurmsham entlaufene Kuh sich ähnlich lang vor seinen Häschern verstecken kann - und wie viele Schlagzeilen sie in freier Wildbahn noch machen wird. Die Anfütterungsversuche sollen auf jeden Fall weitergehen.  

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Das Landratsamt Deggendorf hat eine eindringliche Warnung herausgegeben. Grund ist ein Fall von Hasenpest - die Infektionskrankheit ist auch für Menschen hochgefährlich.

Ein Dorf mitten in Bayern macht mit einem YouTube-Video auf sich aufmerksam. Und das mit gutem Grund. Nach dem Tod des Dorf-Wirtes ist die Situation alles andere als gut.

rpp

Rubriklistenbild: © fib/DG

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