Die Bayern leben immer länger

München – Buben und Mädchen, die heute in Bayern zur Welt kommen, werden im Durchschnitt älter als je zuvor.

Das besagen die jüngsten Berechnungen zur Lebenserwartung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung. Mädchen dürften demnach 82,9 Jahre alt werden, Buben hingegen schon mit 77,9 Jahren sterben. Das sind etwa zwei Monate mehr als bei den Berechnungen des Vorjahrs. Um 1900 konnte man damit rechnen, dass ein Neugeborenes nur etwa halb so alt wird wie heute.

Auch wenn Frauen tendenziell älter werden als Männer – in den vergangenen 20 Jahren hat sich die Lebenserwartung der Geschlechter angenähert. Damals lagen sie 6,3 Jahre auseinander, heute sind es fünf. Für ältere Menschen ist die Lebenserwartung ebenso gestiegen. Eine Frau, die heute 65 Jahre alt ist, kann damit rechnen, dass sie noch 20,7 Jahre lebt. Männer haben in diesem Alter statistisch gesehen noch 17,5 Jahre vor sich. Bei der Berechnung im Vorjahr waren es bei Frauen noch etwa zwei Monate, bei Männern ein Monat weniger. Im Jahr 2050, so das statistische Bundesamt, sollen 60-jährige Deutsche noch fast 26 Jahre leben können.

Das ist mehr als die Lebenserwartung für Neugeborene, weil ältere Menschen die Risiken eines frühen Todes schon hinter sich gelassen haben. Dazu gehören die Säuglingssterblichkeit genau wie die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zwanzigjährige in einem tragischen Autounfall ums Leben kommt.

Die Lebenserwartung ist ein statistischer Wert. Dafür wird das Durchschnittsalter derjenigen genommen, die in einem Zeitraum von drei Jahren verstorben sind. Die Lebenserwartung ist also eine Momentaufnahme aus der Bevölkerung.

kkr

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