Große Studie enthüllt

So leben, fühlen und denken die Bayern

München - Bayern ist mehr als Bier, Berge und der FC Bayern. Jetzt verrät eine neue Studie, wie Bayern leben, fühlen und denken. Und warum sie den Freistaat lieben.

Der Wohlfühlfaktor im Freistaat ist laut einer Untersuchung des Bayerischen Rundfunks mit 3500 Teilnehmern top: 98 Prozent der Bayern leben gerne hier. Einige Details aus der Studie:

Die Regierungsbezirke

Ausschlaggebend für das Wohlbefinden in Mittelfranken ist die Infrastruktur, in Oberbayern die Freizeitmöglichkeiten, in Niederbayern das soziale Miteinander, in Oberfranken die Schmankerl. Mit Sorge werden überall Veränderungen im Ortsbild (Gewerbe, Straßenbau, Abbau der Landwirtschaft) registriert.

Die Oberbayern

Es ist die Lebensfreude, die Oberbayern für Einheimische unersetzlich macht. Gepunktet wird mit Traditionen, Festen, Tracht und Dialekt. Die Bandbreite reicht vom Maibaumaufstellen bis zum Leonhardiritt. Das kommt an: 80 Prozent sind stolz auf Region und Freistaat. Die Bürger gelten als heimatverbunden, bodenständig, traditionsbewusst, herzlich und religiös.

Die Zuagroasten

Nirgends gibt es mehr Zuagroaste: 28 Prozent der Oberbayern sind nicht in Bayern geboren oder aufgewachsen. In München sind es sogar 36 Prozent. Auch die Neu-Bayern mögen die hiesige Mentalität, Tracht und Traditionen. Zu schätzen wissen sie außerdem die Freizeitmöglichkeiten, die ortsansässigen Unternehmen und die Bildungseinrichtungen.

Die Münchner

Münchner sind laut der Studie nicht nur heimat- und naturverbunden, bodenständig und traditionsbewusst. Sie sehen sich selbst auch als überdurchschnittlich modern, weltoffen und sparsam.

Die Jungbürger

In Zeiten der Globalisierung gewinnt die eigene Region zunehmend an Bedeutung. Vor allem bei jungen Bayern ist das Traditions- und Heimatbewusstsein gewachsen. 77 Prozent der Unter-30-Jährigen fühlen sich in ihrer Region absolut zu Hause, 89 Prozent sind stolz auf ihre Region. Sie finden es wichtig, Traditionen zu pflegen. Tracht ist den jungen Menschen im Vergleich zur ersten Studie 2009 noch wichtiger geworden: Fast jeder Zweite hält das Tragen von Dirndl und Lederhosen für selbstverständlich.

Von Corinna Erhard

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