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Ein nettes Beisammensein wurde brutal und endete tödlich. 

Besäufnis endet tödlich

Tod bei Trinkgelage: 46-Jähriger erstickt an seinem Blut - Urteil gefallen 

Vier Männer trafen sich regelmäßig, um etwas zu trinken. Doch aus Spaß wurde Ernst - einer von ihnen sollte das letzte Treffen nicht überleben. Nun gibt es neue Spuren. 

Update vom 9. August 2019: Weil er bei einem Trinkgelage einen Mann tot prügelte, hat das Landgericht Memmingen einen 34-Jährigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. In der zehnjährigen Haftstrafe sind auch zwei Jahre und sechs Monate Haft wegen gefährlicher Körperverletzung enthalten. Der Angeklagte habe eine Woche nach der Tat einen weiteren Mann verprügelt, sagte der Richter am Freitag bei der Urteilsverkündung.

Der Verurteilte muss zudem wegen seiner Alkoholsucht in eine Entziehungsanstalt. Das Urteil gegen ihn ist noch nicht rechtskräftig. Die 56 und 37 Jahre alten Mitangeklagten wurden freigesprochen. Zwar spreche einiges dafür, dass mehrere Menschen an der Tat beteiligt gewesen seien. Die Beweise reichten dem Gericht zufolge in ihrer Gesamtheit aber nicht aus.

Tod bei Trinkgelage: 46-Jähriger erstickt an seinem Blut - neue Spuren aufgetaucht

Update vom 15. Juli, 14.09 Uhr: Das eigentlich für Montag, 15. Juli geplante Urteil im Prozess um den mutmaßlichen Totschlag eines 46 Jahre alten Mannes verzögert sich, da das Gericht weitere Blutspuren untersuchen lassen will. An der Kleidung des Opfers konnten DNA-Spuren der Angeklagten nachgewiesen werden. Diese sind einer Gutachterin zufolge nicht eindeutig zuzuordnen, da sie auch durch den regelmäßigen Kontakt der vier Männer entstanden sein könnten. 

Das Gericht möchte nun Blutflecken an der Wand des Tatorts näher untersuchen lassen. Diese wurden von der Spurensicherung zwar gesichert, aber nicht analysiert. Währenddessen werden ebenfalls in Memmingen zwei geflohene Strafgefangene gesucht, die Polizei ist mit einem Großaufgebot unterwegs.

Trinkgelage eskaliert: Freunde gehen aufeinander los - 64 Schläge später ist einer von ihnen tot

Erstmeldung vom 3. Juni 2019: Memmingen - Weil sie einen Mann verprügelt und so schwer verletzt haben sollen, dass er an seinem eigenen Blut erstickte, müssen sich drei Männer vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Zum Prozessauftakt am Montag äußerten sich die Angeklagten im Alter von 56, 36 und 33 Jahren nicht zur Tat. Ihnen wird gemeinschaftlicher Totschlag vorgeworfen.

Trinkgelage in Memmingen endet brutal: 64 Schläge und Tritte - Handyfoto gibt schrecklichen Einblick 

Laut Anklage trafen sich die Männer regelmäßig, um gemeinsam Alkohol zu trinken. Im September 2018 kam es bei einem Trinkgelage in der Wohnung des Opfers in Bad Wörishofen (Landkreis Unterallgäu) zu einem Streit, woraufhin der 46-Jährige niedergeschlagen wurde. Wie ein Handyfoto zeigt, nahm einer der Angeklagten eine leere Wodkaflasche und legte diese mit dem Flaschenhals an den After des Gewaltopfers.

Durch mindestens 64 Schläge und Tritte erlitt das Opfer schwere Kopfverletzungen, die zu Blutungen im Rachenraum und zum Erstickungstod führten. Die Männer sollen anschließend die Leiche gereinigt und ins Bett gelegt haben. Mehr als 50 Zeugen sind zum Verfahren geladen.

In Taufkirchen haben sich zwei Betrunkene heftig geprügelt - die Antwort auf die Frage „Warum“ überraschte sogar die Polizisten, wieMerkur.de* berichtet. 

Dagegen gerettet werden konnte ein stark betrunkener Mann in Bad Tölz. Er war mit einem unglaublichen Promillewert in die Isar gesprungen.  

dpa/lby

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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