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Kita-Streiks in ganz Bayern: Wann Einrichtungen schließen – wichtige Infos für Eltern

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Von: Felix Herz

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Für diese Woche rief Verdi zum bundesweiten Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst auf. Mehrere Bereiche sind getroffen, am Mittwoch sind die Kitas dran.

München – Bereits Anfang März hatte Verdi zu bundesweiten Warnstreiks im Sozial- und Erziehungswesen aufgerufen. Auslöser waren stockende Tarifverhandlungen für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsbereich. Anfang März waren diese noch ohne Ergebnis geblieben. Mitte Mai steht nun die inzwischen dritte Runde der Verhandlungen an – mit den Streiks in dieser Woche will Verdi den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber erhöhen.

Bundesweite Warnstreikwoche: Drei Streiktage geplant

Die bundesweite Streikwoche besteht aus drei Schwerpunktbereichen, die an unterschiedlichen Tagen bestreikt werden. Am Montag, dem 2. Mai, begannen die Beschäftigten in der Sozialarbeit, am Mittwoch folgen Kitas und Ganztagsschulen. Am Donnerstag sind dann abschließend die Beschäftigten der Behindertenhilfe an der Reihe.

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) findet am 16. und 17. Mai statt. Der VKA kritisiert die Warnstreiks und beschreibt sie als „unangemessen“. Christine Behle, Vizevorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft, erklärte derweil: „Die Beschäftigen sind über die Haltung der Arbeitgeber massiv enttäuscht.“

Warnstreiks in bayerischen Kitas: Notdienste werden eingerichtet

Von den Streiks betroffen sind Kitas in ganz Bayern, Einrichtungen in München, Nürnberg, Fürth, Regensburg, Erlangen, Augsburg, Ingolstadt, Landshut und Forchheim könnten den ganzen Mittwoch über geschlossen bleiben. Um böse Überraschungen und Notlagen zu vermeiden, wurden die Eltern möglichst früh informiert und können in heikler Lage auf Notfalleinrichtungen zurückgreifen.

In Nürnberg zum Beispiel sollen Eltern sich möglichst früh um alternative Betreuungen kümmern. Im Stadtportal heißt es aber auch: „Für familiäre Notlagen stehen Notdiensteinrichtungen beziehungsweise Notfallbetreuungsangebote vor Ort oder in Nachbareinrichtungen zur Verfügung.“

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Warnstreiks zur dritten Tarifverhandlungsrunde: Darum geht es

Laut Verdi sei die Lage in den Kitas bereits seit Jahren angespannt. In den laufenden Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den vorherrschenden Fachkräftemangel sowie „eine finanzielle Anerkennung der gestiegenen Herausforderungen“ in dem Berufsfeld. Konkret gehe es darum, dass Erzieherinnen und Erzieher Zeit zur Vor- und Nachbearbeitung erhalten.

Unverständnis dafür zeigte am Montag VKA-Präsidentin Karin Welge. Ihr zufolge passen die neuerlichen „Arbeitskampfmaßnahmen nicht zum tatsächlichen Verhandlungsstand“. Die Arbeitgeberseite habe in den ersten zwei Verhandlungsrunden konkrete Vorschläge gemacht, die auch von der Gewerkschaft diskutiert worden seien. Das Vertrauen von Familien in die sozialen Bereiche sei nach der Pandemie ein hohes Gut und solle nicht unnötig belastet werden. (fh)

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