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Neuer Verein: „Bier und Wir“ möchte das „Bierland Bayern“ stärken

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Von: Claudia Schuri

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Auf einem Fest stoßen zwei Personen mit Maßkrügen an. 
Prost: Das bayerische Bier ist weltweit bekannt. © Felix Hörhager

„Bier und Wir“ heißt ein neuer Verein, den die Kommunikationsexperten Professor Horst Wurm und Armin Gastl gemeinsam ins Leben gerufen haben. Beide haben jahrzehntelange Erfahrung in der Bier- und Vereinskommunikation und sich ein Ziel gesetzt: Sie möchten das „Bierland Bayern“ stärken. Warum ihnen das so wichtig ist und was der Verein plant, verrät Gastl im Interview.

Herr Gastl, bayerisches Bier hat weltweit schon jetzt einen hohen Stellenwert. Weshalb braucht es trotzdem so einen Verein?

Es existieren zwar bereits verschiedene Biervereine und Interessengruppen, aber bisher gibt es eine große Zergliederung. Dadurch ist die Durchschlagskraft nicht groß genug. Wir wollen die bayerische Bierkultur fördern, alles zusammenführen und dadurch dem Bierland Bayern Stimme und Gesicht geben. Das muss dauerhaft positiv besetzt sein, dafür setzen wir uns ein.

Warum ist Ihnen das so wichtig?

Bier und Gesellschaft sind in Bayern untrennbar miteinander verbunden. Das Bierwesen hat Bayern über Jahrhunderte geprägt. Es verbindet, hat eine große Identifikationskraft und ist ein schützenswertes Kulturgut. Diese Tradition soll ihren Stellenwert behalten.

Obwohl von Alkohol auch Gefahren ausgehen?

Uns ist sehr wichtig zu betonen, dass es nicht um Alkoholmissbrauch, sondern um Gemütlichkeit, Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenhalt geht. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und unterstützen Einrichtungen für Suchtkranke. Das steht auch in unserer Satzung. Zügellosigkeit lehnen wir ab.

Haben Sie schon Unterstützer gefunden?

Ja, wir haben schon neun Kooperationspartner. Dazu zählen unter anderem der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband, der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur, die Freunde des Viktualienmarkts und die Akademien Weihenstephan und Doemens. Gründungsmitglieder sind zum Beispiel auch die ehemalige Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl und Koch Alfons Schuhbeck. Besonders stolz macht es uns auch, dass Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unser Schirmherr ist. Aber bei uns ist jeder Einzelne willkommen und kann sich unter www.bier-und-wir.de anmelden.

Was sind die Pläne des Vereins?

Wir wollen die Vereine vernetzen, damit Überschneidungen besser genutzt werden. Auch die Kommunikation unserer gemeinsamen Botschaft nach außen soll gebündelt und verbessert werden. Langfristig könnten wir uns die Errichtung einer Bierkulturstätte vorstellen.

Wie könnte so eine Bierkulturstätte aussehen?

Sie soll für die Öffentlichkeit zugängig sein und alle Aspekte vom Brauprozess bis zum Konsum des Bieres behandeln. Auch die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Bieres sollte Thema sein.

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