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Oberfränkisches Wort des Jahres 2019 steht fest - kennen Sie es? (Symbolfoto).

„Fränggisch“

Oberfränkisches Wort des Jahres 2019 steht fest - kennen Sie es?

„Fränggisch“ - der fränkische Dialekt ist für Franken natürlich der schönste der Welt. Um die Vielfalt des Dialekts zu würdigen, kürte eine Jury nun das Oberfränkische Wort des Jahres 2019.   

Kleinlosnitz - „Sternlaschmeißer“ - Der oberfränkische Begriff für die Wunderkerze ist zum Wort des Jahres in Oberfranken gekürt worden. Die Dialektvariante habe die Jury durch ihre bildliche Beschreibung überzeugt, teilte Oberfrankens Bezirkstagspräsident Henry Schramm am Sonntag in Kleinlosnitz (Landkreis Hof) mit. Sie beschreibe das Gemeinte viel anschaulicher als das hochdeutsche Wort. Übrigens: Vor Kurzem sorgte Ministerpräsident Markus Söder mit einem Sprach-Fauxpas für Wirbel, der wohl keinem Bayern passieren würde. 

Aus mehr als 3000 Vorschlägen hatte sich die vierköpfige Jury, der unter anderen Vertreter des Bezirks Oberfranken und ein Sprachwissenschaftler der Universität Erlangen angehörten, schließlich für den „Sternlaschmeißer“ entschieden. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl sei der Mehrwert des Begriffs, hieß es vorab. Das Wort im Dialekt müsse den Sachverhalt präziser wiedergeben als die Alltagssprache.

Oberfränkisches Wort des Jahres zum fünften Mal gekürt

Bereits zum fünften Mal kürte der Bezirk das oberfränkische Wort des Jahres. Zuvor waren die Worte „Wischkästla“ (2015) für ein Smartphone oder die Redewendung „a weng weng“ (2016) zum Wort des Jahres gekürt worden. Im vergangenen Jahr hatte sich die Jury für „derschwitzen“ entschieden. Das oberfränkische Wort bedeutet den Angaben nach so viel wie „durch Schwitzen zugrunde gehen“.

  • „Sternlaschmeißer“ (2019)
  • „derschwitzen“ (2018)
  • „a weng weng“ (2016)
  • „Wischkästla“ (2015)

Die Vielfalt des fränkischen Dialekts betonte auch die Mundart-Autorin Rettl Motschenbacher. Allein in Bamberg habe jeder Stadtteil sein eigenes „Fränggisch“, sagte die 87-Jährige dem „Fränkischen Tag“ (Samstag). „Nur in den Neubaugebieten ist alles verwischt. Leider höre ich auf den Straßen nur noch selten Fränkisch.“ Alles, was sie heutzutage von Schul- und Kindergartenkindern höre, sei Hochdeutsch.

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dpa

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