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Polizeipräsident Robert Kopp aus Rosenheim brach sich bei einem Diensteinsatz ein Bein - nun hagelt es Kritik am Heli-Einsatz für seinen Transport. Michael Schlaiten/Polizei Salzburg

Handelt es sich um Vorteilsnahme?

Polizeipräsident erleidet Motorradunfall - Kritik am Heli-Einsatz

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Bei einer Dienstfahrt mit dem Motorrad brach sich Polizeipräsident Robert Kopp aus Rosenheim ein Bein und wurde mit einem Polizeihubschrauber in eine Klinik nach München geflogen - nun befasst sich die Staatsanwaltschaft mit der Aktion. 

Rosenheim – Ein Motorradausritt des Präsidenten Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, Robert Kopp, hat ungeahnte Folgen: Nach einem Sturz am Großglockner wurde er schwer verletzt per Polizeihubschrauber nach München geflogen. Jetzt prüft der Staatsanwalt diesen Flug.

Rosenheim: Polizeichef beim Fahrtraining verletzt 

Am 12. September trafen sich 122 Polizeibeamte aus 14 europäischen Ländern zu einem „Sicherheitstraining“ auf Österreichs zweithöchsten Berg, auf den eine gewundene Serpentinenstraße führt. Nach der Auffahrt fanden auf dem Parkplatz und im Parkhaus auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe Fahrtrainings statt.

Auch Rosenheims Polizeichef Robert Kopp (60) machte mit. Als er schon fast stand, stürzte er so unglücklich, dass ihm das Dienstmotorrad auf das Bein fiel. Die Folge: Ein komplizierter Beinbruch. Kopp wurde in das Tauernklinikum in Zell am See eingeliefert. Für die weitere Behandlung brachte ihn am Samstag ein Polizeihubschrauber in eine Münchner Klinik.

Transport mit Polizeihubschrauber: War es Vorteilsnahme?

Jetzt muss sich die Staatsanwaltschaft Traunstein mit diesem Flug beschäftigen. „Es liegt eine Sachverhaltsmitteilung vor“, erklärt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein, Björn Pfeifer. In dem anonymen Schreiben wird die Frage aufgeworfen, ob die Verlegung nicht auch mit dem Rettungswagen durchführbar gewesen wäre. Falls ja, könnte der Vorwurf der Vorteilsnahme im Raum stehen. Pfeifer: „Wir prüfen die strafrechtliche Relevanz.“

Kranken-Transport per Polizei-Heli mit Genehmigung von höchster Stelle

Carolin Hohensinn, Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, betont: „Die Verletzung erforderte eine möglichst schnelle und schonende Verlegung.“ Das hätten die Ärzte so entschieden. Der Freistaat müsse sich um verletzte Beamte kümmern. Innenminister Joachim Herrmann genehmigte den Flug, das Ministerium betont: „Die in diesem Einzelfall durchgeführte Verlegung mit dem Polizeihubschrauber war günstiger, als beispielsweise die Verlegung mit einem Rettungshubschrauber.“ 

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Gleich drei Helikopter und 120 Rettungskräfte kamen bei einer Rettungsübung am Ammersee zum Einsatz. 
Bei einem tragischen Heli-Crash auf Mallorca kam eine Münchner Unternehmerfamilie ums Leben. 

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