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Rettungstreffpunkte sollen die bayerischen Wälder sicherer machen.

Mehr Sicherheit beim Wandern

Bayern richtet Rettungspunkte im Wald ein

Erlangen - Die Wälder Bayerns sollen sicherer werden. Deshalb plant der Freistaat, 12.000 Rettungstreffpunkte einzurichten, die im Notfall Leben retten sollen.

Wer sich im Wald verletzt, soll künftig schneller Hilfe bekommen. Bayern hat damit begonnen, in Wäldern des Freistaats 12 000 einheitliche Rettungstreffpunkte einzurichten. An jedem dieser Punkte ist ein nummeriertes Schild geplant, das die genaue Lage angibt.

Ein Netz aus Lotsenpunkten für mehr Sicherheit

„Bei einem Unfall im Wald wissen viele nur ungefähr, wo sie sich gerade befinden“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag bei der Vorstellung der „Rettungskette Forst“ im Sebalder Reichswald bei Erlangen. Das Netz aus Lotsenpunkten erhöhe die Sicherheit der Waldarbeiter und aller Erholungssuchenden. An den Rettungspunkten sollen sich diejenigen, die einen Unfall melden, mit den Rettungskräften treffen, um sie schnell zum Unglücksort zu führen. Ähnliche Systeme gibt es auch in Thüringen und Schleswig-Holstein.

Staatliche Waldarbeiter erhalten schon seit langer Zeit bei jedem Auftrag einen Notfall-Treffpunkt genannt. Allerdings waren diese bislang unterschiedlich gekennzeichnet. Allein im vergangenen Jahr gab es laut Herrmann rund 4000 Unfälle bei Waldarbeiten in Bayern, 16 davon endeten tödlich. Rund 90 Prozent der Unfälle ereigneten sich in privaten Wäldern. Dort sollen nun ebenfalls Rettungstreffpunkte gekennzeichnet werden - die Waldbesitzer müssen aber ihre Zustimmung geben. Bis Anfang kommenden Jahres soll dann im Schnitt alle 2,5 Kilometer ein Treffpunkt ausgeschildert sein.

Bis zu 300.000 Euro für das neue Rettungssystem

Jedes Schildchen kostet 100 Euro. Nach Angaben des Landwirtschaftministeriums sind bereits 200.000 bis 300.000 Euro für das neue Rettungssystem in den Haushalt eingestellt worden. Flächendeckend stehen die neuen Punkte bislang im Raum Nürnberg, Erlangen und Fürth zur Verfügung - dort sponserten Naherholungsvereine die Punkte. Auch in Augsburg und im Main-Spessart-Gebiet weisen die Schilder den Rettungskräften bereits den Weg.

dpa

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