Gefährliche Salamanderpest breitet sich weiter aus
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Feuersalamander sind von einem Pilz bedroht.

Fälle nehmen zu

Tödlicher Pilz bedroht Amphibien in Bayern: Feuersalamander könnte ausgerottet werden

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Feuersalamander gehören zu den auffälligsten Amphibienarten, doch die Tiere sind in Bayern bedroht - von einem aggressiven Pilz.

München - Eine der auffälligsten Amphibienarten ist bedroht. Ein Pilz könnte den Feuersalamander in Bayern auslöschen - und das rasend schnell. Er ist aggressiv, tödlich und für das Auge unsichtbar.

Feuersalamander in Bayern von Pilz bedroht

Vor einem Jahr wurde der erste mit einem gefährlichen Hautpilz infizierte Feuersalamander gefunden. Nun werden im Freistaat immer mehr erkrankte Tiere entdeckt. Betroffen sind Regionen in Unter- und Oberfranken, aber auch in Schwaben fanden Wissenschaftler infizierte Tiere. Zwar seien die Populationen derzeit nicht akut bedroht, mittelfristig könnte sich das aber ändern.

„Die Zusammenbrüche können schlagartig mit regelrechten ‚Massensterben‘ erfolgen“, heißt es beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg.* Diese Erfahrungen habe man in anderen Regionen wie der Eifel oder dem Ruhrgebiet gemacht. Der Feuersalamander wird in der aktuellen Roten Liste der Lurche Bayerns als gefährdet eingestuft.

Pilz Bsal bedroht Feuersalamander - In den Niederlanden wurden die Amphibien fast ausgerottet

Der Pilz Bsal (Batrachochytrium salamandrivorans, kurz: Bsal) wurde vermutlich aus Asien eingeschleppt und war 2015 in Deutschland zum ersten Mal an einem freilebenden Tier nachgewiesen worden: in der Eifel an der belgischen Grenze. In den Niederlanden hat der Pilz den Feuersalamander fast ausgerottet, in Belgien ist die Population eingebrochen.

Der tödliche Hautpilz verursacht Löcher und Geschwülste und kann Salamander innerhalb von wenigen Tage töten. Auch Molche sind in Gefahr. Für den Menschen und andere Tiere ist der Pilz ungefährlich.

Erster Fall 2020: Immer mehr Feuersalamander von Pilz Bsal befallen

Im Juni 2020 wurde erstmals bei einem Feuersalamander aus dem Steigerwald bei Ebrach (Landkreis Bamberg) eine Infektion bestätigt. Das LfU startete daraufhin regional ein Monitoring. Von Juli 2020 bis Mai 2021 wurden im Steigerwald 216 Feuersalamander und 10 Molche untersucht.

„Dabei wurde Bsal an 24 Feuersalamandern und einem Bergmolch in den Landkreisen Bamberg, Schweinfurt und Haßberge entdeckt.“ Wahrscheinlich werde sich der Pilz weiter ausbreiten. Im Landkreis Unterallgäu wurden zudem im vergangenen Jahr 12 Bergmolche gefunden, die nach dem Pilzbefall verendet waren, heißt es.

„Es gibt wenig Möglichkeiten, die Ausbreitung des Pilzes im Freiland zu verhindern“, so ein Sprecher der Landesamtes. In Risikogebieten sollten Spaziergänger auf den Wegen bleiben und Amphibien nicht anfassen. Außerdem sollen sie ihre Hunde an der Leine führen. Bäche, Ufer, Teiche und Tümpel sollte man meiden. Weil der Erreger auch über Erde an Schuhen weitergetragen wird, empfiehlt das Landesamt, sie gründlich zu säubern. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Salamanderpest breitet sich in Deutschland aus

Die Ambrosia verbreitet sich in Bayern. Die Pflanze kann heftige Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma auslösen, doch los wird der Freistaat sie wohl nicht mehr.

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