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Auf der Staatsstraße zwischen Ostin und Hausham hat sich am Donnerstagabend ein schwerer Unfall ereignet.

Ein Toter, mehrere Schwerverletzte

Schneefall und Eisglätte führen zu schweren Unfällen in der Region

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Schwere Unfälle haben die kurze Rückkehr des Winters in Bayern überschattet. Auf vereisten Fahrbahnen kam es zu folgenschweren Zusammenstößen.

Schneefälle und glatte Fahrbahnen haben im gesamten Freistaat zu erheblichen Verkehrsproblemen und Unfällen geführt. Über den gesamten Donnerstagabend kam es besonders auf der A8 zwischen Bad Reichenhall zu starken Behinderungen. Neben Lkw blieben auch diverse ausländische Pkw mit Sommerbereifung liegen. Schnell baute sich ein Stau auf, der bis zum Knoten Salzburg zurück reichte. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Weniger glimpflich ist ein folgenschwerer Zusammenstoß in Zorneding (Landkreis Ebersberg) ausgegangen. Auf schneeglatter Straße war ein 32-Jähriger mit seinem Fahrzeug ins Schleudern geraten und auf die Gegenspur gerutscht. Dort prallte er gegen den Wagen eines 50 Jahre alten Mannes. Durch den Crash am Donnerstagabend wurde der 32-Jährige im Auto eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Hoher Sachschaden war das Ergebnis eines Unfalls auf der A95. Ein 52-jähriger Münchner war zwischen dem Autobahndreieck Starnberg und München-Fürstenried, unterwegs, als er aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er schleuderte anschließend über die Fahrbahn nach und kollidierte zunächst mit einem neben ihm fahrenden Wagen, bevor er gegen die Leitplanke krachte. Die Beteiligen blieben unverletzt, an beiden Fahrzeugen sowie der Straßenmarkierung entstand ein Schaden von weit über 15.000 Euro.

In Eurasburg (Landkreis Wolfratshausen) waren zwei Müll-Lkw auf dem Weg zu einer Recycling-Deponie unabhängig voneinander auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen geraten und jeweils im Seitengraben gelandet. Die Insassen des ersten Lkw kamen mit dem Schrecken davon, zwei der drei Insassen des zweiten Müllfahrzeugs wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

Zu einem weiteren folgenschweren Unfall ist es am Donnerstagabend zwischen Ostin und Hausham im Landkreis Miesbach gekommen. Bei schneebedeckter Fahrbahn hatte eine 22-Jährige die Kontrolle über ihren Wagen verloren. Auf der Gegenfahrbahn war sie frontal mit einem ungarischen Fahrzeuglenker zusammengestoßen. Die 22-Jährige wurde schwer verletzt in eine Klinik transportiert. Im Gefährt des Mannes aus Ungarn hatten sich zwei weitere Insassen befunden, die bei dem Unfall leicht verletzt wurden. 

Glättunfälle im Raum Fürstenfeldbruck

Anhaltender Schneefall und Glätte haben in der Nacht auf Freitag die Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Bei zahlreichen Unfällen entstand ein im Raum Fürstenfeldbruck insgesamt ein Sachschaden von über 55.000 Euro. 

Zwei Autos sind – wohl auch wegen zu hohem Tempo – am Donnerstag in Germering zusammengekracht. Laut Polizei-Vize Andreas Ruch fuhr eine Stockdorferin (30) um 18.35 Uhr auf der Spange Richtung Planegg. Ein entgegenkommender Ford-Fahrer (66) wollte nach links auf die Landsberger Straße abbiegen. Er übersah die Frau mit ihrem VW. Wegen der Glätte, konnte die nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die Beifahrerin des Ford musste in eine Klinik, das Auto hat nur noch Schrottwert. 

Die Witterungsverhältnisse unterschätzt hat wohl auch eine Frau, die am Freitag um 6 Uhr einen Poller an einer Ampel an der Auffahrt von der Spange zur Landsberger Straße umfuhr. „Kurz danach haben Bauhofmitarbeiter an der Stelle Salz gestreut“, sagt Ruch. Damit dort nicht gleich wieder etwas passiert. sehr glatt war es auch an der Kreuzung Landsberger-/ Münchner Straße. Dort rutschten ein Brucker im Dacia (40) und eine Bruckerin (52) im Opel zusammen, die beide etwas flott unterwegs waren. 

Eine Ampel hat ein Müncher (23) gegen 3 Uhr touchiert, so Ruch. Der VW-Fahrer wollte von der Münchner auf die Landsberger Straße nach München abbiegen. Auf der spiegelglatten Fahrbahn verlor er aber die Kontrolle über sein Auto. 

Gegen eine Leitplanke und gegen ein Verkehrsschild ist ein Poinger zwischen Maisach und Olching gekracht. Der Mann war um 0.45 Uhr auf schneeglatter Straße zu schnell unterwegs. Im Kreisverkehr bei Gernlinden verlor er die Kontrolle über seinen Wagen. Die Polizei Olching schätzt den Schaden auf rund 15 000 Euro. 

Am frühen Morgen krachte es in Olching dann zweimal an der gleichen Stelle. Auf schneeglatter Straße ins Rutschen geriet um 5.30 Uhr ein Brucker Lkw-Fahrer (53). Er wollte wohl zu rasant von der Johann-G.-Gutenberg-Straße in die Rewe-Einfahrt einbiegen und prallte gegen zwei Schilder. Den beschädigten Lastwagen rammte dann ein Münchner im VW (34). Auch er hatte seine Geschwindigkeit wohl nicht den Straßenverhältnissen angepasst. Nachdem er in das Heck des Lkw gerauscht war, schleuderte er in den entgegenkommenden Nissan einer Bruckerin (27), die leicht verletzt wurde. Gegen 6.10 Uhr konnte eine Olchingerin im Mercedes nicht mehr bremsen, als in Geiselbullach ein Bus vor ihr hielt. Der Schaden beträgt 2000 Euro. Als er von der B 471 auf die Von-Gravenreuth-Straße in Richtung Emmering abbog landete ein Oberpfälzer (47) am Donnerstag um 22.20 Uhr im Straßengraben. Der Mann bekam schnell Hilfe: „Andere Verkehrsteilnehmer haben angehalten und das Auto aus dem Graben geschoben“, so ein Sprecher der Polizei Fürstenfeldbruck. 

Mit dem Heck rammte ein Busfahrer (36) gegen 22 Uhr in Emmering eine Betonwand, als er von der Hartstraße nach links in den Maisacher Weg abbiegen wollte. Mit der Angst bekam es ein Mann (42) gegen 22 Uhr auf der Grafrather Adalmuntstraße zu tun. Weil es spiegelglatt war, traute er sich nicht, weiterzufahren. Er stellte den Wagen Straßenrand ab. Beim Vorbeifahren touchierte dann ein 22-Jähriger den geparkten Wagen. 

Gegen ein Verkehrsschild krachte ein Autofahrer (39) in der Zenettistraße in Fürstenfeldbruck am Freitag um 2.45 Uhr. Das gleiche passierte einem Maisacher (29) um 22.30 Uhr an einem Kreisverkehr an Staatsstraße 2054. 

Aus ganz Bayern wurden zum Teil erhebliche Verkehrsbehinderungen und zahlreiche weitere Unfälle gemeldet. Glücklicherweise blieb es zumeist bei kleineren Blechschäden. 

rm/lks/dpa

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