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In vielen bayerischen Städten wurden überhaupt keine Übergriffe registriert.

Umfrage ergibt

Sexuelle Übergriffe in Bädern sind absolute Ausnahme

München - Eine Umfrage ergibt: Übergriffe durch Flüchtlinge in Schwimmbädern sind in Bayern die Ausnahme. In vielen Städten hat es gar keine angezeigten Fälle gegeben, dennoch reagieren die Betreiber mit präventiven Maßnahmen.

Übergriffe durch Flüchtlinge in Schwimmbädern sind in Bayern die Ausnahme. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presseagentur ergeben.

Nach einem Vorfall im Münchner Michaelibad, bei dem drei Afghanen zwei Mädchen im Becken betatschten, hatten die Münchner Stadtwerke, die die Bäder betreiben, bereits Entwarnung gegeben. Im Jahr 2013 habe es in den Münchner Bädern 19 Sexualdelikte, 2014 nur 12 und im vergangenen Jahr 19 angezeigte Fälle gegeben. In allen drei Jahren wurde die Hälfte der Übergriffe von Ausländern, die andere Hälfte von Deutschen begangen.

In anderen Städten Bayerns spielt die Problematik laut Umfrage eine noch geringere Rolle. So gab es im Vorjahr in Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt und Passau keine registrierten sexuellen Übergriffe. Dennoch reagieren die Bäder mit Vorsichtsmaßnahmen. „Wir haben zu gewissen Stoßzeiten mehr Aufsichtspersonal“, sagte Gerhard Albert von der Stadt Nürnberg. Ansonsten habe man nichts verändert. Ähnlich äußerte sich auch Thomas Hehl von der Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH: „Wir sind gut aufgestellt, aber dass unsere Leute sensibilisiert sind, ist ganz klar.“

Die Münchner Stadtwerke haben mit einer bebilderten Aufklärungskampagne gute Erfahrungen gemacht. Seit 2013 klären Flyer und Plakate in sieben Sprachen über Anweisungen des Badepersonals und richtiges Verhalten gegenüber Frauen auf. Seit November hängt auch in den Regensburger Bädern eine übersetzte Badeordnung in acht Sprachen aus. „Ansonsten haben wir keinerlei Maßnahmen getroffen“, sagte Martin Gottschalk von den Stadtwerken Regensburg, „es hat sich nicht viel verändert in den letzten Monaten.“

dpa

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